Minijobs: Ausweiten oder abschaffen?

Minijobs haben sich bewährt, findet die FDP. Im Wahlprogramm der Union finden sich keine Aussagen speziell zu Minijobbern. Die SPD will den Minijob lieber abschaffen, da sich die Arbeitgeber nicht an die Gesetze halten würden (Urlaubsgeld, Krankheitsgeld) und die Grünen wollen, dass Minijobs künftig rentenversicherungspflichtig werden, die Linke will die sozialversicherungsfreien und damit als Zweitjob oder Studentenjob interessante Arbeitsverhältnis sogar abgabenpflichtig machen.

Fakt ist: Die Zahl der Minijobber steigt auch im Jahr 2017 an. Für viele Arbeitnehmer ist es ein interessanter abgabenfreier Zuverdienst.

Es gibt aber auch Probleme, wenn Minijobber durch deren Arbeitgeber ausgebeutet werden und der Minijob eigentlich auch eine reguläre (Teilzeit-)Stelle sein könnte, wie zum Beispiel bei den Bundestags-Chauffeuren:
Die hatten bereits Ende April 2017 mit einem Autokorso in Berlin auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Der Ältestenrat des Bundestages hatte vergangenes Jahr beschlossen, den seit fast 20 Jahren bestehenden Vertrag mit einem Fahrdienstleister zu beenden und den Auftrag an eine Bundeswehr-Tochter zu vergeben.


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