Minijob – Vorteil oder Falle?

7,63 Millionen Arbeitnehmer sind geringfügig beschäftigt – das sind 23%, also fast jeder Vierte der arbeitenden Bevölkerung. Knapp 59 Prozent davon sind weiblich. Minijobs können ein sehr attraktives Arbeitsmodell sein. Die Arbeitszeiten sind oft sehr flexibel und der Arbeitgeber zahlt den Großteil der Sozialabgaben und Steuern. Von der Rentenversicherung ist man auf Antrag befreit und junge Mütter, Studenten und Rentner sehen in Minijobs eine unbürokratische Möglichkeit des Zuverdienstes.

Minijobs – Falle oder Vorteil?
Minijobs seien „eine Falle besonders für Frauen.“, so die Sprecherin der Linken. In der Tat sind 59 Prozent der geringfügig Beschäftigten laut Statistik weiblich. 22 Prozent sind älter als 60 Jahre.

Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurden 2012 bereits 2000 aktuelle oder ehemalige Minijobberinnen befragt. Der Professor für Soziologie und Leiter des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung in Penzberg kam zu dem Ergebnis, dass gerade junge Mütter das flexible und steuerbegünstigte Modell schätzen. Die ursprüngliche Zielgruppe der Minijobs, “Langzeitarbeitslose” und “unbeschäftigte Frauen”, profitieren jedoch weniger als Haushalte mit höherem Einkommen, für die der Minijob ein gutes Geschäft ist, da die gemeinsame Steuerlast nicht erhöht wird.


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