Fragen zu Jobs 50+?

Häufige Fragen und Antworten zu Jobs 50+


Vieles spricht für einen Job 50+. Nicht nur Aufbesserung der Rente, sondern auch die Steigerung des Gesamteinkommens. Hier das Wichtigste auf einen Blick.

 
Was ist ein 50+ Job?
Für wen sind 50+ Jobs geeignet?
Welche Voraussetzungen für 50+ Jobs im Minijobbereich gibt es?
In welchen Bereichen kann ich als 50+ Jobber arbeiten?
Erhöht ein Minijob bei Frührentner die Rente im Alter?
Profitieren Rentner die die Regelaltersgrenze erreicht haben von einem Rentenplus bei Minijobs?
Welche Regeln für den Hinzuver­dienst zur Rente müssen Rentner beachten?
Gelten für Rentner die Minijob-Verdienstgrenzen?
Wie hoch ist die Hinzuverdienstgrenze für Rentner wegen voller Erwerbsminderung?
Wie hoch ist die Hinzuverdienstgrenze für Rentner wegen teilweiser Erwerbsminderung?

 

Was ist ein 50+ Job?

Die Kategorie 50+ Jobs richtet sich an Arbeitnehmer, die das fünfzigste Lebensjahr erreicht oder bereits überschritten haben. Dabei kann in unterschiedliche Anstellungsarten unterschieden werden:

  • Altersteilzeit
  • Minijob
  • Festanstellung in Vollzeit


 

Für wen sind 50+ Jobs geeignet?

Die Bezeichnung 50+ Jobs beschreibt die Zielgruppe der Kategorie 50+ Jobs bereits sehr präzise. Dennoch kann man je nach Ausgangssituation zwischen Personen im Alter von 50+ unterscheiden die

  • einen Jobwechsel anstreben,
  • ihr Grundgehalt mit einem Nebenjob steigern möchten,
  • ihre Rente mit einem Minijob aufstocken möchten oder
  • bereits in Rente sind und das Berufsleben vermissen.


 

Welche Voraussetzungen für 50+ Jobs im Minijobbereich gibt es?

Generell gelten für Arbeitnehmer im Alter von 50+ dieselben Bestimmungen wie für Minijobber unter 50 Jahren. Folgende drei Anstellungsverhältnisse lassen sich im Minijobbereich unterscheiden:

Geringfügige Beschäftigung = Minijob = 450 Euro Basis
Kurzfristige Beschäftigung = Minijob mit Sonderregelung = 50 Tage oder 2 Monate
Gleitzonenjob =Midijob = über 450 € und bis 850 €

 

Ob und in welchem Maße man in diesem Alter welchen Minijob ausüben kann, sollte jeder selbst für sich entscheiden. Prinzipiell sind jedoch die Hinzuverdienstgrenzen zu beachten. Diese unterscheiden sich nach:

  • Rente für Frührentner
  • Rente nach Erreichen der Regel­alters­grenze
  • Rente wegen voller Erwerbsminderung
  • Rentner wegen teilweiser Erwerbsminderung


 

In welchen Bereichen kann ich als 50+ Jobber arbeiten?

Menschen ab 50 verfügen häufig über langjährige Berufserfahrung und bringen folglich wichtige Erfahrungswerte in den Beruf ein. Sie agieren sehr zuverlässig und übernehmen Aufgaben mit hoher Verantwortung. Hingegen nehmen die körperliche Fitness ab und Belastungsgrenzen sind mit Bedacht einzukalkulieren. Während auf Jobs aus den Kategorien Logistik und Handwerk verzichtet werden sollte, sind Jobs „mit Köpfchen“ ideal für Personen ab 50.

Begehrte Minijobs in der Kategorie Job 50+ sind beispielsweise:

  • Lehrer,
  • Nachhilfelehrer,
  • Fahrlehrer,
  • Bankkaufmann und
  • Groß – und Einzelhandelskaufmann.


 

Erhöht ein Minijob bei Frührentner die Rente im Alter?

Lässt ein Frührentner mit Minijob sich nicht von der Renten­versicherungs­pflicht befreien, erhöhen seine Beiträge zwar die Rente, jedoch ist dieses Rentenplus sehr klein.

Rechenbeispiel für 1 Jahr

Zahlt ein Frührentner ein Jahr lang (in einem gewerblichen Minijob) 16,65 Euro pro Monat in die Rentenkasse ein, so erhöhen diese Beiträge – ab Erreichen seiner Regelaltersgrenze – um 89 Cent pro Monat. Erst nach ca. 19 Jahren hat er also seine Rentebeiträge heraus.

 

Profitieren Rentner die die Regelaltersgrenze erreicht haben von einem Rentenplus bei Minijobs?

Renten­einzah­lungen für Minijobber die die Regel­alters­grenze erreicht haben sind deutlich lohnender als bei Frührentnern. Sobald ein Rentner die Regelaltersgrenze erreicht hat, ist er in seinem Minijob renten­versicherungs­frei. Er bekommt den Lohn aus seinem Minijob voll ausgezahlt. Altersrentner können aber freiwillig in die Rentenkasse einzahlen. Die 199,80 Euro Rentenbeiträge für ein Jahr Minijob (16,65 Euro pro Monat bei 450 Euro) bewirken dann ein Rentenplus von 4,92 Euro pro Monat. Diese Einzahlungen hat der Rentner nach drei Jahren und fünf Monaten heraus. Ob er das will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Welche Regeln für den Hinzuver­dienst zur Rente müssen Rentner beachten?

Seit Juli 2017 dürfen auch Frührentner pro Kalender­jahr ohne Anrechnung auf die Rente 6 300 Euro brutto hinzuver­dienen. Die Höhe des Monats­lohns spielt keine Rolle mehr. Wer beispielsweise ab Oktober 2017 in Frührente geht, kann in den drei restlichen Monaten bis zum Jahresende monatlich 2 100 Euro brutto hinzuver­dienen. Überschreiten Frührentner diese Grenze, wird ein Zwölftel des Betrags, der über die Grenze von 6.300 Euro hinausgeht, zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Sie erhalten dann eine Teilrente. Sobald sie die Regelaltersgrenze erreicht haben, können Sie unbegrenzt hinzuverdienen.

 

Gelten für Rentner die Minijob-Verdienstgrenzen?

Trozt der Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro brutto pro Kalenderjahr, dürfen Minijobber maximal 5400 Euro pro Jahr verdienen. Rentner die mehr als 5400 Euro, aber weniger als 6300 Euro hinzuverdienen, erhalten zwar die Rente ungekürzt, müssen aber vom Minijob-Lohn Beiträge an die Kranken- und Pflege­versicherung abführen.

 

Wie hoch ist die Hinzuverdienstgrenze für Rentner wegen voller Erwerbsminderung?

Sobald Rentner eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, gilt für Sie die gleiche Hinzuverdienstgrenze wie für die Bezieher einer vorgezogenen Altersrente, also 6300 Euro jährlich. Was darüber hinaus verdient wird, wird auch hier zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

 

Wie hoch ist die Hinzuverdienstgrenze für Rentner wegen teilweiser Erwerbsminderung?

Die Hinzuverdienstgrenze bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird individuell berechnet. Sie orientiert sich an dem höchsten Einkommen der letzten 15 Jahre im Berufsleben des Rentners. Ein Mindesthinzuverdienst von 14 798,70 Euro wird für das Jahr 2018 zugrunde gelegt. Der Verdienst, der über dieser Grenze liegt, wird ebenfalls zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

 
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