• Antwort:

    Grundsätzlich müssen Nebenjobs nicht beim Arbeitgeber anzeigt werden.

    Aber:
    In Deutschland gibt es für alle Denkbarkeiten natürlich auch Ausnahmen. So sind Nebentätigkeiten nicht erlaubt, wenn

    1. im Arbeitsvertrag steht, dass der Arbeitgeber darüber unterrichtet werden muss. (Ein Verbot einer Nebentätigkeit im Arbeitsvertrag wäre unzulässig und damit unwirksam!)
    2. der Nebenjob bei der Konkurrenz ist.
    3. die Arbeit auf selbstständiger Basis ist.
    4. der Nebenjob in derselben Branche wie der Hauptberuf ist.
    5. gegen die Arbeitszeiten-Regelung verstoßen wird.

    Im Detail:
    Noch mal die Antwort: Grundsätzlich müssen Nebenjobs nicht beim Arbeitgeber anzeigt werden.
    Besser ist es jedoch, da ein ordentlicher Informationsaustausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer sinnvoll ist um Probleme oder Missverständnisse zu vermeiden.

    Außerdem ist eine Nebenbeschäftigung bedenklich und dann auch unzulässig, wenn der Hauptarbeitsvertrag „gefährdet“ wird. Das geschieht, wenn der Arbeitnehmer beispielsweise zeitlich oder gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Beispiel, wenn die gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen ausgehebelt werden, sodass die vorgeschriebenen Ruhe- und Urlaubszeit nicht mehr einhalten werden kann oder die Gesundheit gefährdet ist.
    Natürlich ist jegliche Arbeit bei der Konkurrenz (oder als Konkurrent) untersagt, welche dem Hauptarbeitgeber schaden könnte.

    (Anm. d. Red.: Die Redaktion beantwortet alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen, kann aber keine Rechtssicherheit garantieren)