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Minijobber in Privathaushalten

Etwa 5% der Minijobber arbeiten in private Haushalten – knapp 300.000. Privathaushalt und Minijobber: beide haben Vorteile von dieser Regelung.

So ist die Anstellung für den Haushalt wirklich günstig (er führt nur knapp 15% des Nettolohns des Arbeitnehmers ab und kann das auch noch von der Steuer absetzen) und der Arbeitnehmer muss gar nichts abführen.

Gleichzeitig hat der Minijobber volle Rechte – wie Urlaubsgeld oder Entgeltzahlung auch im Krankheitsfall und natürlich den Mindestlohn.

Fazit: gerade für private Haushalte ist diese Minijob Regelung erschwinglich und beugt massiv der Schwarzarbeit vor, die Minijobber sind voll versichert und haben keine Kosten bei Sozialversicherungen oder Steuern . “win win” sagt man da heute dazu. Aber es gibt auch andere Stimmen…

In den letzten Wochen hat der DGB sehr viel Energie in Pressearbeit gesteckt und massiv gegen die Regelung bei Minijobs Stimmung gemacht. Man hat ja soeben ein eigenes “Reformkonzept” geschrieben und möchte das so populär wie möglich vermarkten – das Konzept ohne analytische Konzeption.

Die vielen Pressemitteilungen des DGB haben aber auch den Menschen nicht geholfen. Statt objektiver Aufklärung werden nur subjektive Meinungen von DGB Mitgliedern vorgestellt (die eine Seite der Medaille). Sogar die Studie eines befreundeten Instituts wird (objektiv in der Presse betrachtet) sehr kontrovers gesehen – ist doch die Stiftung durch die freundschaftliche Beziehung vielleicht sogar subjektiv befangen?

Hätte der DGB seine Energie in die Aufklärung der Rechte von Arbeitnehmer gesteckt (das ist ja die eigentliche Existenzberechtigung einer Gewerkschaft), wüssten die Minijobber schon heute ein bisschen mehr über Ihren Status, Ihre Rechte und Ihre Möglichkeiten in einer geringfügigen Beschäftigung.
Leider kennen sich aber zu wenige mit der tatsächlichen Gesetzgebung aus, die Rechte eines Arbeitnehmers bei Krankheit oder im Urlaub. Zu wenige kennen die feinen Unterschiede bei Steuerklassen und Sozialkassen, die einen Minijob erst interessant machen.

Dass Stimmungsmache aber ohne fachliche Expertise funktioniert ist ein Phänomen, dass nach dem US Wahlkampf, einer AFD in Deutschland und einem Front National im Frankreich wohl keinen mehr wundert. Leider ist das jedoch kein Nullsummenspiel.

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