Steuern und Recht - Für Arbeitgeber


Die nachfolgende Seite enthält evtl. veraltete Informationen. Bitte informieren Sie sich über die aktuelle Gesetzeslage direkt auf den Seiten der Minijob-Zentrale oder bei uns unter folgendem Link:


Aktuelle Regelungen Minijob 2017


Ihr Service Team Gjobs


Wann liegt eine geringfügige Beschäftigung vor?

Eine Beschäftigung kann zum einen wegen der geringen Höhe des Arbeitsentgelts (geringfügig entlohnte Beschäftigung) und zum anderen wegen ihrer kurzen Dauer (kurzfristig Beschäftigung) geringfügig sein.

Bei dem geringfügig entlohnten Minijob kommt es darauf an, dass der Arbeitnehmer regelmäßig im Monat nicht mehr als 400 Euro verdient.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt ist. Die Höhe des Verdienstes ist dabei unerheblich.

Wer muss welche Beiträge / Abgaben bezahlen?

Der Minijobber muss keine Beiträge zahlen. Er verdient in der Regel brutto für netto. Die Pauschalabgaben zur Sozialversicherung übernimmt der Arbeitgeber. Darüber hinaus ist die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung vom Arbeitgeber durchzuführen.

Wichtig:

Der Arbeitgeber MUSS den Arbeitnehmer nach Feststellung des geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses bei der Minijob-Zentrale anmelden. Nähere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Minijobs sind sozialversicherungsfrei, d.h., sie begründen keinen eigenen Sozialversicherungsschutz. Durch den vom Arbeitgeber entrichteten Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung erwerben 400-Euro-Minijobber allerdings geringe Rentenansprüche.

Um vollwertige Rentenansprüche aufzubauen, haben 400-Euro-Minijobber die Möglichkeit, auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten und die Beiträge zur Rentenversicherung freiwillig aufzustocken.

Wann gelten die Minijob-Regelungen?

Die Minijob-Regelungen gelten ausnahmslos nur im Rahmen von abhängigen Beschäftigungsverhältnissen. Als Beschäftigung ist die nicht selbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis, anzusehen. Ein Arbeitsverhältnis wird durch die Wechselwirkung zwischen Arbeit-geber und Arbeitnehmer - einschließlich einer angemessenen Entgeltzahlung - geprägt.

Minijobs in Privathaushalten

Eine Sonderform der geringfügigen Beschäftigung stellen die Minijobs in Privathaushalten dar. Grundsätzlich können beide Arten der geringfügi-gen Beschäftigung auch im Privathaushalt ausgeübt werden.

Eine besondere Förderung sieht der Gesetzgeber allerdings nur für die üblicherweise in Privathaushalten ausgeübten 400-Euro-Minijobs in
Form von deutlich ermäßigten Abgaben vor.

Ein Minijob im Privathaushalt liegt vor, wenn eine Haushaltshilfe (Arbeitnehmer) in einem privaten Haushalt Tätigkeiten ausübt, die normalerweise durch ein Familienmitglied erledigt werden. In diesen Fällen spricht man von haushaltsnahen Dienstleistungen. Minijobs in Privathaushalten sind über das Haushaltsscheckverfahren, ein ver-einfachtes Beitrags- und Meldeverfahren, bei der Minijob-Zentrale anzumelden.


Wichtig:

Der Arbeitgeber MUSS den Arbeitnehmer nach Feststellung des geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses bei der Minijob-Zentrale anmelden. Nähere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Quelle: www.minijob-zentrale.de (Stand: 18.09.2012)