Nebenjob: Aktuelle Videos & Infos



Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale




Aktuelle Neuigkeiten zum Thema Nebenjob

  • 30.09.2017Die Minijobs im Jahr 2017

  • Minijobs Statistiken 2017

    Im September 2017 wieder die Suchanfragen, Bewerberzahlen und Klickraten der vergangenen Sommermonate ausgewertet. Dazu wurden über 1 Mio. Seitenaufrufe der vergangenen Sommerperiode ausgewertet.
    Die Daten wurden nicht personenbezogen, sondern anhand der Aufrufe und Bewerbung pro Inserat ermittelt.

    Daraus ergibt sich ein repräsentativer Überblick für die beliebtesten Nebenjobs der Kategorien "Ferienjobs", "Minijobs" und "Studentenjobs" in den Sommermonaten.

    Die Top 5 der Sommerjobs bei Gelegenheitsjobs.de
    1. Jobs aus den Bereichen Event, Service und Fundraising
    2. Jobs aus dem Bereich Marktforschung
    3. Jobs aus den Bereichen Tiersitting und Kinderbetreuung
    4. Jobs aus dem Bereich Logistik und Kurierfahrer
    5. Jobs aus den Bereichen Mysteryshopping/Testkäufe, Flirt, Chat, und Heimarbeit.

    Laut einer Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit gingen im Juni 2017 insgesamt fast 7,5 Millionen Menschen einem Nebenjob in Form einer geringfügigen Beschäftigung nach.

    Mehr als die Hälfte der angestellten Nebenjobber übt den Minijob zusätzlich zur Vollzeitbeschäftigung aus. Darunter sind neben Schülern und Studenten auch Rentner. Alle Frauen und Männer mit eigener Familie bevorzugen einen Minijob auf 450 Euro Basis neben der Arbeit im eigenen Haushalt. Ein Nebenjob in Form einer geringfügigen Beschäftigung (=Minijob) ist daher die ideale Anstellungsart für alle, die zeitlich bereits in gewissem Maße ausgelastet sind - ob durch eine weiteren Teilzeitjob oder durch private Gründe.
    Eine Befragung von Schülern und Studenten über 18 Jahren hat ergeben, dass der Großteil berufliche Praxiserfahrung sammeln möchte und den Nebenjob außerdem als Möglichkeit zur beruflichen Orientierung wie auch als Karrieresprungbrett sieht. Dennoch sichert der Studentenjob für jeden zweiten Studenten der Befragten zusätzlich den Lebensunterhalt.

    Top 3 unter den Studentenjobs auf 12 Monate gesehen:
    1. Büro (15%)
    2. Kellner/in (13,3%)
    3. Kasse (6,4%).


    Die eher klassischen Nebenjobs sind daher nach wie vor in den Branchen der Gastronomie zu finden. Es sind Festanstellungen im Modell "Minijob" oder im "Gleitzonenbereich". Bürotätigkeiten unterteilen sich in kurzfristige Beschäftigungen (50 tage Regelung) als Urlaubsvertretung oder als Werkstudent dauerhaft im eigenen Fachbereich.


  • 18.09.2017Ferienjobs: Die Top 5

  • Ferienjobs: Die Top 5 der Sommerjobs

    Jobs aus den Bereichen:
    1. Event, Service und Fundraising
    2. Bereich Marktforschung
    3. Tiersitting und Kinderbetreuung
    4. Logistik und Kurierfahrer
    5. Mysteryshopping, Flirt, Chat, und Heimarbeit.


  • 11.09.2017Was ist erlaubt?

  • Was ist erlaubt? Quittung, Honorar, selbständig, Festanstellung - FAQ bei Gelegenheitsjobs.de

    Es gibt immer wieder Fragen die uns erreichen, einige wollen wir hier beantworten:

    F: "Ich bin Studentin, erhalte Kindergeld und habe einen 450,- Minijob. Kann ich einen anderen Job über eine Quittung des Betrages annehmen?"
    A: Mit einer Quittung bestätigt man nur den Erhalt eines Betrages. Dieser ist in der Einkommenssteuererklärung anzugeben. Steuerpflichtig wird man erst oberhalb der Einkommensgrenze des Steuerfreibetrags.

    F: "Wann kann ich ein "Honorar" verlangen und wann spricht man von einem Gehalt?"
    A: Ein Honorar oder auch "Gage" wird bei bei Leistungen Freier Berufe (Künstler, Autoren, Journalisten, Anwälte, Ärzte, Steuerberatern, Bauingenieuren, Architekten, Dozenten in Bildungseinrichtungen, Redner, Schauspielern, Musikern und Fotomodellen ausgezahlt. Eine künstlerische oder wissenschaftliche Leistung ist hierfür erforderlich. Die Honorarkraft darf nicht weisungsgebunden sein.

    F: "Wann genügt eine Quittung, wann ist eine Rechnung erforderlich?"
    A: Quittungen (BGB § 368) werden als so genannte Kleinbetragsrechnungen bis 150€ brutto anerkannt, wenn auf der Quittung der Name und die Anschrift des Ausstellers, sowie das Ausstellungsdatum, die Art und Menge der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen, sowie der Bruttopreis und der anzuwendende Steuersatz erkennbar sind.

    Freiberuflich arbeiten auf Rechnung (ohne Gewerbeschein)

    Die Selbständigkeit ist bei Studenten sehr beliebt - auch beruflich gesehen. Viele erhoffen sich einen flexiblen Geldverdienst im Gegensatz zu einem starren Arbeitsvertrag. Freiberufler arbeiten auf Rechnung, au Honorarbasis oder mit einer Gage. Braucht man einen Gewerbeschein? JE nachdem wie "gewerblich" die Tätigkeit ist. Eine gewisse Regelmäßigkeit und Dauerhaftigkeit der Leistungserbringung ist ein Indikator für eine gewerbsmäßige Tätigkeit.

    Viele Studenten arbeiten in den Semesterferien: Jobben an der Hochschule oder in der freien Wirtschaft?
    Arbeitet man als Student nur gelegentlich wird man wie las Honorarkraft gesehen. Wenn der Verdienst sogar noch unter 150€ ist, braucht es noch nicht einmal eine Rechnung - eine Quittung reicht. Freiberuflich ist man tätig, wenn man in einem sogenannten "freien Beruf" arbeitet. Ein "Gewerbe" braucht man, wenn man gewerblich (selbständig) tätig ist, also nicht freiberuflich selbständig ist.

    Achtung: Scheinselbständigkeit!
    Scheinselbständig ist man zum Beispiel dann, wenn man nur einen Auftraggeber hat!

    Die meisten selbstständigen Studenten müssen keine Umsatzsteuer zahlen. Grund hierfür ist, dass der Umsatz mindestens 17.500 Euro pro Jahr zzgl. Steuern bei Studenten selten erreicht wird. Hinweis auf Kleinunternehmerregelung: "Gemäß § 19 (1) UStG enthält der ausgewiesene Betrag keine Umsatzsteuer."

    Seit 2012 ist auch die Verdiensthöhe eines Nebenjobs irrelevant, wenn es um den Anspruch auf Kindergeld geht.

    BAföG - hier erkundigen Sie sich, wie sich die Verdienstgrenzen mit BAföG verhalten: www.bafoeg-rechner.de.

    Steuerfreibeträge:
    2017 wird es folgende steuerliche Entlastungen geben, von denen insbesondere Familien profitieren.
    - Anhebung des Grundfreibetrags von jetzt 8.652 Euro um 168 Euro auf 8.820 Euro
    - Anhebung des Kinderfreibetrags von jetzt 4.608 Euro um 108 Euro auf 4.716 Euro
    - Anhebung des monatlichen Kindergeldes um 2 Euro; für das 1.und 2. Kind von jetzt 190 Euro auf 192 Euro, für das 3. Kind von jetzt 196 Euro auf 198 Euro, für das 4. und jedes weitere Kind von jetzt 221 Euro auf 223 Euro
    - Anhebung des Unterhalt-Höchstbetrags (§ 33a EStG) entsprechend der Anhebung des Grundfreibetrags von jetzt 8.652 Euro um 168 Euro auf 8.820 Euro
    - Ausgleich der „kalten Progression“ durch Verschiebung der übrigen Tarif-Eckwerte um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2016 (0,73 %) nach rechts



  • 18.08.201740 Jahre geringfügige Beschäftigung - der Minijob wird alt

  • Studentenjobs, Minijobs, Teilzeit, Saisonarbeit – es gibt viele gängige Arbeitsformen neben der üblichen Vollzeit-beschäftigung. Die geringfügige Beschäftigung feiert 2017 bereits 40 jähriges Jubiläum! Die Jobplattform Gelegenheitsjobs.de erhebt seit 2003 Daten bei der Jobsuche von Studenten und Minijobbern, um Angebot und Nachfrage zu untersuchen.

    In den letzten 2 Jahren ist das Thema "Minijob" bei einigen Instituten und Meinungsumfragen kontrovers diskutiert worden, vor allem aber kurz vor der Bundestagswahl nimmt das Thema „Arbeit und Soziales“ immer an Fahrt auf. Dass viel Wirbel um ein Thema entsteht, wenn der DGB dazu Stellung bezieht, ist lediglich dem Hickhack der Politik und der Lobby zuzurechnen. Nicht umsonst werden Meinungen von Instituten nur kurzfristig „erfragt“, jedoch keine konkreten Verhaltensformen langfristig „untersucht“. Die Erhebung und die Auswertung der Daten sind in besagten Studien durch die Kurzsichtigkeit bedingt eher polemisch, wenn man bedenkt, dass Trendanalyen eigentlich auf 40 Jahre Datenmaterial zurückgreifen könnten. Die reale Repräsentativität ist immer fraglich, wenn das Ergebnis einer Studie bereits vor Studienbeginn feststeht... .

    Gelegenheitsjobs.de ist ein Jobportal für Nebenjobs mit fast 15 jähriger Geschichte. Reputation, Erfahrungen, Trendanalysen und Fakten:

    Minijobber trifft man mittlerweile in Privathaushalten wie Unternehmen an.

    Arbeitskräfte mit Berufserfahrung sind ebenso gefragt wie Allrounder, die überall aushelfen können. Der Minijob ist mit 71% das beliebteste Beschäftigungsverhältnis im Nebenjobbereich auf Seite der Arbeitnehmer. 65% aller Nebenjobs waren im gleichen Zeitraum als Minijob klassifiziert.

    Geringfügige Beschäftigung seit 1977 – Alles Gute zum 40 jährigen Geburtstag!

    In den letzten Monaten werden Kosten und Nutzen von geringfügigen Beschäftigungen wieder stärker thematisiert, obwohl es diesen Begriff und diese Beschäftigungsform bereits seit 1977 gibt. Der Arbeitgeber zahlt für einen Minijobber geringere Sozialabgaben, der Minijobber profitiert vom Mindestlohn – eine „Win Win“ Situation, die das Modell seit 40 Jahren so erfolgreich macht.

    Der Stellenmarkt für Minijobs hat mit Langzeitdaten untersucht, welche Bedürfnisse bei den Arbeitnehmern herrschen und wie diese befriedigt werden können.

    Interessant ist der zeitliche Erhebungsrahmen, der bei vielen Meinungsforschern aktuell nur eine Momentaufnahme liefert. Betrachtet man jedoch den Verlauf über mehrere Jahre hinweg analytisch, stimmen die Merkmale für die Jobsuche einer Zielperson nicht mehr real mit denen des Vorjahres überein. Beim Thema Studentenjob ändern sich in über 78% der Fälle zwei Charakteristika innerhalb des Studienzeitraumes wesentlich:
    1) Bedarf nach einem Nebenjob
    2) Branche des Nebenjobs

    Im Beispiel Studenten und Studentenjob ist es also unrealistisch ein mittelfristiges Arbeits-, Qualifikations- oder Suchprofil erstellen zu wollen. Die Veränderungen bei Studenten sind so variabel, dass sich nur grobe Merkmale erfassen lassen. Darum spricht man auch von „typischen Studentenjobs“, wenn es z.B. um Servicekräfte in der Gastronomie geht. Die Kommunikationswissenschaftlerin arbeitet im gleichen Nebenjob wie die BWL Studentin – wer also ein Bewerber-matching betreiben will, hat eine große Herausforderung zu meistern. Vor allem ist auf die Aktualität der Bewerberdaten hinzuweisen, das „Jobber“- Profil eines Studenten hat eine Halbwertszeit von gerade mal einem Semester.

    Das Nebenjobportal Gelegenheitsjobs.de stellte auch fest, dass bereits beruflich tätige Menschen einen Minijob/Nebenjob viel häufiger annehmen als Menschen ohne Job. Grund für den Trend zum Zweitjob ist eine Aufbesserung des Einkommens, zum Beispiel um sich damit auch Luxusbedürfnisse leisten zu können. Der Zweitjob ist hier in 3 von 4 Fällen also kein „muss“ sondern eine freiwillige Entscheidung für „mehr Arbeit“. Nur ¼ der User benötigt den Zweitjob zur Existenzsicherung. Die Usererfahrung zeigt im Umkehrschluss, dass Langzeitarbeitslose durch das Minijob-Modell nicht in Arbeit kommen.

    Was sagt das über den Minijob aus?

    Mit dem Minijob wird keine Arbeitslosigkeit bekämpft, kein Harz IV real in Arbeit gebracht sondern „nur“ die Wirtschaftskraft (hauptsächlich von Familien mit bestehenden Beschäftigungsverhältnissen) verbessert.

    In Studien kursieren einige Behauptungen seitens der Auftraggeber, dass ein Minijob-Modell vor allem Frauen in die „Falle“ locken würde. Auch hier ist die Polemik offensichtlich, da diese Beschäftigungsform keine rechtswidrige oder schadhafte Form darstellt, wie es eine „Falle“ vermuten lassen würde. Die Zielgruppe „Frauen“ wird hier objektiv für Stimmungsmache aus unterschiedlichen politischen Lagern ausgenutzt, gerade wenn es um Schlagworte wie „Familie“, „Kinder“ oder die Rückkehr in die Arbeitsstelle nach der „Elternzeit“ geht. Dass hier ebenso viele Männer betroffen wären, scheint für viele Umfragen keine Rolle zu spielen.

    Fakt ist, dass dieses Thema bereits seit 35 Jahren diskutiert wird, die damalige Bundesregierung (SPD/FPD) geringfügig Beschäftigungen schon 1981 generell abschaffen wollte, aber nach massiven Protesten eingelenkt hat.

    Dass ein Arbeitgeber aus monetärer Kalkulation lieber 3 Minijobber als eine Teilzeitkraft einstellt, ist nur für Theoretiker mit Rechenschieber ein Ansatz. Aus dem Minijobverhältnis hätte man die Schwierigkeit nicht mehr in eine Vollzeitstelle wechseln zu können – so die Schlagzeile – da das Unternehmen mit Minijobbern bessergestellt wäre als mit Vollzeitarbeitskräften. Bei dieser theoretischen Annahme bleibt unberücksichtigt, dass sich auch die Bedingungen ändern würden: Mehrere Angestellte „Minijobber“ als „Vollzeit-Mitarbeiter“ verursachen auch mehr Betriebskosten, Versicherungskosten, Arbeitsrechtsansprüche, Arbeitsmaterial, Ausfallzeiten durch Krankheit, bezahlten Urlaub - eben alles, was ein Minijobber in seiner Festanstellung (!) bekommt.

    Fakt ist: Minijobs und Teilzeitjobs sind rechtlich gleichgestellt.

    Die Aufnahme einer Aushilfstätigkeit neben dem eigentlichen Job lässt mehr Freiheit in der Gestaltung des Arbeitsalltages zu, trägt zur Abwechslung im Berufsalltag bei. Der Spaß an einer gänzlich neuen Tätigkeit, die mit der beruflichen Ausbildung nichts gemein eröffnet ebenfalls neue Möglichkeiten.

    Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber einigen sich sogar bei der Reduzierung der Regelarbeitszeit zu Gunsten eines Zweit-Minijobs.

    Entscheidungsgründe für einen Nebenjob:
    1) Verbesserung der wirtschaftlichen Situation (83%)
    2) Praxis-Erfahrung für das Berufsleben (11%)
    3) Spaß an der Tätigkeit (4%)
    4) Selbstverwirklichung (1%)

    Der wirtschaftliche Gedanke steht mit weitem Abstand im Vordergrund. Die Daten zeigen aber auch, dass für Studenten weiterhin einen Sonderstatus bei der Erhebung gilt, da speziellere Beschäftigungsverhältnisse (z.B. Werkstudenten) nochmals aus dem Rahmen fallen und anderen Regeln unterliegen.

    Momentaufnahme oder Langzeitstudie?

    Eine Auswertung ist immer so gut wie das Material, das für die Erhebung zur Verfügung steht. Der Zeitraum darf keine Momentaufnahme sein. Auch wenn Mindestlöhne relativ neu sind, oder die Verdienstgrenze auf 450€ bei Minijobs angehoben wurde, oder sich der Steuerfreibetrag erhöht, oder das Gymnasium 8 oder 9 Stufen hat bevor der Schüler in den Arbeitsmarkt eintritt – das alles sind nur statistischen Ausreißer. Die eigentlichen Faktoren für eine Langzeitbetrachtung bleiben davon unbeeinflusst. Je kürzer der Zeitraum der Befragung, je kleiner die Zahl der befragten Zielgruppe und je geringer der Umkreis ist, umso schlechter ist die Qualität und Verlässlichkeit der Information.

    Erhebt man nämlich Daten nur für einen bestimmten Zeitrahmen (z.B. Sommerferien 2017), so sind die Ergebnisse und Resultate bereits mittelfristige Fehlerhaft. Markt- und Meinungsforschern dürfen Daten nicht nur auf Augenblicke und Momente hin zu erheben, sondern müssen die Qualität der Umfragen sichern und mittel- oder langfristige Trends zu erforschen. Nur ein paar hundert Webseiten Besucher aus dem letzten Monat zu befragen wäre sicherlich nicht repräsentativ. Umfragen die völlig falsche Tendenzen wiedergeben sind spätestens seit dem Brexit und der US Präsidentschaftswahl in der Kritik.


  • 11.08.2017Studentenjobs - optimales Matching möglich?

  • Im Wintersemester 2016/2017 waren nach vorläufigen Ergebnissen 2,8 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Viele dieser Studenten suchen einen Job während des Studiums. Kein Wunder also, dass immer mehr Jobbörsen wie gelegenheitsjobs.de Angebot und Nachfrage zusammenbringen wollen. Während Gelegenheitsjobs.de bereits seit 2003 Minijobber und Studenten in Nebenjobs vermittelt, drängen auch immer neue Startups in den Markt. "My little Job" nennt sich eine neue Plattform für Studentenjobs, in die 3,5 Millionen Euro von Unternehmer Axel Sven Springer, Oliver Heine, Geschäftsführer der Kanzlei Heine & Partner, und Altinvestor John Jahr, Enkel des Verlagsgründers John Jahr senior gepumpt wurden. Wenn auch der Fokus nicht so sehr auf geringfügigen oder kurzfristigen Beschäftigungen liegt - wie der Name hätte vermuten lassen - so geht es dennoch um die "kleinen Jobs" für Studenten.

    Das neue Unternehmen schätzt seinen eigenen Wert laut Chefredakteur der DS Media GmbH Alexander Hüsing auf einen "mittleren 8-stelligen Wert". In der Theorie soll ein eigener Algorithmus Studenten und Jobangebote matchen. Glaubt man mehreren Erfahrungsberichten (Kununu, Ciao, GuteFrage, etc.), unterscheidet sich das Konzept jedoch nicht dramatisch von bereits bestehenden Plattformen - mit einem Unterschied:

    Der Vorteil der "unbürokratische Abwicklung" ist vielleicht gar keiner: als Student muss man für diese Art Jobs selbständig sein!

    Worauf muss man achten?

    - Scheinselbständigkeit wird nur vermieden, wenn man mehrere Aufträge unterschiedlicher Arbeitgeber hätte
    - Einkommensteuererklärung: im Gegensatz zu Minijobs müssen diese Einnahmen in die Erklärung für das Finanzamt
    - Netto gerechnet erscheint das angebotene Entgelt im Vergleich zum Stundenaufwand bei vielen Jobs sehr gering
    - Lohnfortzahlungen, Krankheitsfälle oder Arbeitsausfälle werden natürlich nicht vergütet, wie bei einer Minijob-Anstellung

    Viele Stundeten scheuen sich jedoch auch nicht vor der eigenen Selbständigkeit - wer alle Kosten, Pflichten und die Rentabilität im Blick hat, dem kann davon aber auch nicht abgeraten werden.

    Ein Matching zwischen Student und Job - der USP in der Theorie - ist allerdings nicht einfach. Gelegenheitsjobs.de erhebt zusammen mit Arbeitgebern aus unterschiedlichen Branchen seit über 10 Jahren Studien, die den Fokus hierauf nicht bestätigen können. Die Zielgruppe "Student" ist in Ihren Merkmalen die am schwierigsten zu erfassende. Einmal, weil Studenten in Ihrer Studienzeit mehrfach den Aufenthaltsort wechseln. Zum anderen, weil sich nicht jedes Jahr oder Semester ähnelt. Selbst bei Schülern sind die Rahmenbedingungen weitgehend klar - bei Studenten jedoch nicht. Eine Nutzer-Analyse von 2016 hat ergeben, dass Studenten nicht unbedingt in studienbezogenen Branchen jobben. Abgesehen davon, dass feste Anstellungen bevorzugt werden, ist die Nachfrage nach einem Nebenjob für ein spezielles Tätigkeitsgebiet durchaus sehr variabel. Ein Student, der sich im 2. Semester für einen Nebenjob interessiert, möchte nicht zwangsläufig den gleichen Nebenjob im 4. Semester ausüben.

    Die Merkmale für die Jobsuche einer Zielperson ändern sich in über 78% der Fälle wesentlich in 2 Charakteristika innerhalb des Studienzeitraumes:
    1. Bedarf nach einem "Nebenjob"
    2. Branche des Nebenjobs

    Gleichbleibendes Hauptmerkmal ist die zeitliche Flexibilität. Studenten haben öfter Zeit, sind flexibler in der zeitlichen Gestaltung und haben weniger häusliche Verantwortung.


  • 24.07.2017Minijob - Vorteil oder Falle?

  • 7,63 Millionen Arbeitnehmer sind geringfügig beschäftigt – das sind 23%, also fast jeder Vierte der arbeitenden Bevölkerung. Knapp 59 Prozent davon sind weiblich. Minijobs können ein sehr attraktives Arbeitsmodell sein. Die Arbeitszeiten sind oft sehr flexibel und der Arbeitgeber zahlt den Großteil der Sozialabgaben und Steuern. Von der Rentenversicherung ist man auf Antrag befreit und junge Mütter, Studenten und Rentner sehen in Minijobs eine unbürokratische Möglichkeit des Zuverdienstes.

    Minijobs - Falle oder Vorteil?
    Minijobs seien „eine Falle besonders für Frauen.“, so die Sprecherin der Linken. In der Tat sind 59 Prozent der geringfügig Beschäftigten laut Statistik weiblich. 22 Prozent sind älter als 60 Jahre.

    Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurden 2012 bereits 2000 aktuelle oder ehemalige Minijobberinnen befragt. Der Professor für Soziologie und Leiter des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung in Penzberg kam zu dem Ergebnis, dass gerade junge Mütter das flexible und steuerbegünstigte Modell schätzen. Die ursprüngliche Zielgruppe der Minijobs, "Langzeitarbeitslose" und "unbeschäftigte Frauen", profitieren jedoch weniger als Haushalte mit höherem Einkommen, für die der Minijob ein gutes Geschäft ist, da die gemeinsame Steuerlast nicht erhöht wird.


  • 20.06.2017Minijobs: Ausweiten oder abschaffen?

  • Minijobs haben sich bewährt, findet die FDP. Im Wahlprogramm der Union finden sich keine Aussagen speziell zu Minijobbern. Die SPD will den Minijob lieber abschaffen, da sich die Arbeitgeber nicht an die Gesetze halten würden (Urlaubsgeld, Krankheitsgeld) und die Grünen wollen, dass Minijobs künftig rentenversicherungspflichtig werden, die Linke will die sozialversicherungsfreien und damit als Zweitjob oder Studentenjob interessante Arbeitsverhältnis sogar abgabenpflichtig machen.

    Fakt ist: Die Zahl der Minijobber steigt auch im Jahr 2017 an. Für viele Arbeitnehmer ist es ein interessanter abgabefreier Zuverdienst.

    Es gibt aber auch Probleme, wenn Minijobber durch deren Arbeitgeber ausgebeutet werden und der Minijob eigentlich auch eine reguläre (Teilzeit-)Stelle sein könnte, wie zum Beispiel bei den Bundestags-Chauffeuren:
    Die hatten bereits Ende April 2017 mit einem Autokorso in Berlin auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Der Ältestenrat des Bundestages hatte vergangenes Jahr beschlossen, den seit fast 20 Jahren bestehenden Vertrag mit einem Fahrdienstleister zu beenden und den Auftrag an eine Bundeswehr-Tochter zu vergeben.


  • 12.06.2017Minijobs, Frauen, Rente

  • Die Fachveranstaltung mit Akteuren aus Politik, Unternehmen und verschiedensten gesellschaftlichen Institutionen zum Kampagnenjahr „Frauen und Minijob“ (Thema: beruflicher Wiedereinstieg und Alterssicherheit für Frauen) hat begonnen.
    Heiß diskutiert dabei: Die Vor- und Nachteile von nicht-sozialversicherten Minijobs. Die Diskussion konzentriert sich dabei auf die Frage der Auswirkung auf die Altersarmut von Frauen und sucht Lösungsansätze zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    Die Veranstaltung zeigt, dass zum Thema "Minijob" großes Fachpotenzial vorhanden ist.

    Einig sind sich hierüber aber alle: "Minijob ist ein Job wie jeder andere auch!"
    Abschaffen dürfe man diese niemals!


  • 31.05.2017Minirechte? Minijobs?

  • "Ab nächster Woche brauchst Du gar nicht mehr kommen!" - Diesen Satz hat sicherlich der ein oder andere schon mal in einem amerikanischen Film gehört - auch schon bevor Trump Präsident mit eigener Show wurde. Ist das auch in Deutschland möglich? Nicht bei einer Festanstellung - oder besser gesagt, nur in begründeten sehr seltenen Ausnahmesituationen.

    Grundsätzlich gilt der Kündigungsschutz. Ebenso wie Urlaubsgeld und Krankengeld ist bei Festanstellungen (also auch bei einem Minijob) der rechtliche Rahmen mit der einer anderen Festanstellung gleichzusetzen.

    Manche Arbeitgeber wissen das nicht, klären Sie Ihren Chef auf und bestehen Sie auf Ihr Recht!


  • 05.05.2017450-Euro-Jobs als Nebenverdienstquelle

  • In Deutschland nimmt die Anzahl von Minijobs stetig zu. Es gibt allerdings auch einige Missverständnisse bei diesen Nebenjobs zum Thema Steuern, Sozialabgaben und Krankenversicherungen.

    Hier die wichtigsten 3 Grundsätze:

    1. Es gibt 2 Arten von Minijobs: die geringfügen Beschäftigungen und die kurzfristigen Beschäftigungen

    2. Es können beliebig viele Minijobs ausgeübt werden! Allerdings darf das Gesamteinkommen aller geringfügig bezahlten Beschäftigungen die Grenze zur Versicherungspflicht von 450 Euro pro Monat nicht überschreiten. (Nur dann bleiben die Nebenjobs für den Arbeitnehmer versicherungsfrei und werden nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen!)

    3. Ein geringfügiger Minijob mit 450€ und eine kurzfristiger Minijob (bis zu 70 Tagen oder max 3 Monate) dürfen kombiniert werden, wenn keine "Berufsmäßigkeit" vorliegt und der Arbeitgeber unterschiedlich ist.

    Verdienstgrenze bis 450 bei Geringfügigkeit?

    Das vereinbarte Gehlalt sollte bei geringfügigen Beschäftigungen (450 Euro - Minijob) besagte 450 Euro pro Monat tatsächlich nicht überschreiten. Achtung bei unerwarteten Sonderzahlungen oder bei Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld - diese werden zum Lohn hinzugerechnet! Ein paar Male kann der monatliche Betrag überschritten werden (z.B. bei Krankheitsvertretung eines anderen Minijobbers), das ist auch erlaubt, sofern der Jahreslohn die 5400€ (450*12) nicht überschreiten! Besser aber, Sie erkundigen sich vorsichtshalber kostenfrei bei der Bundesknappschaft.

    Gleitzeitzonen-Regelung – aus Minijob wird Midijob

    Liegt das monatliche Arbeitsentgelt regelmäßig in der sogenannten Gleitzone zwischen insgesamt 450,01 Euro und 850 Euro, wird aus dem versicherungsfreien Minijob ein versicherungspflichtiger Midijob.
    Der Arbeitnehmer zahlt zwar nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag, der steigt jedoch von 450,01 bis 850€ Verdienst an. Der Arbeitgeber hingegen zahlt den vollen Beitrag. Zur komplizierten Berechnung der jeweiligen Beitragsanteile müssen Sie einen Gleitzonenrechner benutzen.

    Sechs Wochen Lohnfortzahlung

    Wenn Sie mindestens vier Wochen lang durchgängig in einem geringfügig bezahlten Nebenjob gearbeitet haben und erkranken, steht Ihnen sechs Wochen lang eine Lohnfortzahlung zu. In diesen sechs Wochen besteht allerdings kein Anspruch auf Krankengeld.

    Minijob neben dem Hauptberuflohnt sich

    Die Kombination von Hauptberuf und einer Nebenbeschäftigung in Form eines 450-Euro-Jobs kann durchaus lohnend sein. Da durch den Hauptjob alle Leistungen wie Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung in vollem Umfang abgedeckt sind, ist Minijob dann ein abgabenfreier Zusatzverdienst. Für den 450-Euro-Job werden maximal zwei Prozent Pauschalsteuer fällig und er muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden!


  • 21.04.2017Was bezeichnet man als Minijob? Kurzfristig oder geringfügig oder beides?

  • Es werden oft Fragen zu Minijobs gestellt und in verschiedenen Foren beantwortet - ratsam ist jedoch immer, sich bei einem Steuerberater oder der Minijobzentrale, also der Rentenversicherung selbst zu erkundigen.

    Falsche Annahme 1:
    Ein Minijob ist ein 450€ Job.
    Das ist nur die halbe Wahrheit - es gibt 2 Varianten von Minijobs:

    a) 450€ (geringfügige Beschäftigung), und
    b) die 70 Tage / längstens drei Monate (kurzfristige Beschäftigung).

    Falsche Annahme 2:
    Bei Minijobs hat mal als Arbeitnehmer keine Abzüge.
    Auch hier ist das nur die halbe Wahrheit, da der Begriff "Abgaben" geklärt werden muss. Ist "steuerfrei" gemeint oder "sozialabgabenfrei"?

    Richtig ist:
    1. Beide Minijob-Varianten sind sozialabgabenfrei!
    2. Nur die kurzfristige Beschäftigung ist nicht steuerfrei und muss in der Einkommenssteuer "versteuert" werden, die geringfügige ist steuerfrei und muss NICHT angegeben werden.

    Falsche Annahme 3:
    Man kann nur 1 Minijob ausüben.
    Das ist so pauschal gesagt komplett falsch.

    Richtig ist:
    a) es sind mehrere geringfügige Beschäftigungen (450€ Jobs) bis zu einem Gesamtverdienst von zusammengerechnet 450€/Monat möglich
    b) bei der kurzfristigen Beschäftigung gibt es keine Verdienstgrenze, außerdem kann immer eine geringfügige Beschäftigungsverhältnis mit einem kurzfristigen Beschäftigungsverhältnis kombiniert werden (nur unterschiedliche Arbeitgeber müssen es natürlich sein!).

    Beide Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet.


  • 20.04.2017IAB bestätigt: Minijobs werden zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen

  • Minijob, Mindestlohn und Arbeitnehmerrechte - in den letzten Monaten wurden Studien von wirtschaftsnahen Einrichtungen medienwirksam präsentiert, die sich so sehr widersprachen, dass einem ganz schwindlig wurde. Die Realität sieht scheinbar doch oft anders aus, wie das staatliche Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung angibt.

    "Alternativen Fakten entstehen auch durch Meinungsumfragen, die keinen Anspruch auf Realrepräsentativität haben, da die Umfrage in gewisser Weise nur Mittel zum Zweck ist. Beispielsweise werden diese Umfragen meist von witschaftlichen Verbänden oder Gewerkschaften angestoßen oder sind sehr politisch motiviert", so Thomas Eggenhofer, der Geschäftsführer des Jobportals für Minijobs und Nebenjobs. "Wir beobachten den Arbeitsmarkt im Bereich Studentenjobs und Minijobs sehr genau. Große Sorge haben wir immer bei einem überregionalen Wahlkampf, hier vermischen sich Interessen von Wirtschaftsverbänden und politischen Eliten zu einer fehlerhaften Informationspolitik, die medial groß ausgerollt wird. Man kann hier auch bei etablierten Parteien von Populismus sprechen", so Eggenhofer weiter. Auf Kosten der eigentlichen Arbeitnehmer, die verhältnismäßig viel Geld für Ihre Arbeit bekommen, da die Minijobs für die Minijobber Steuer- und sozialabgabenfrei sind.

    Wie heißt es so schön: traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast? Von Fälschung spricht hier natürlich keiner - eher einem Interessenkonflikt mit der Realität vielleicht. Anders sind die unterschiedlichen Ergebnisse dieser Umfragen kaum zu erklären. Zu beobachten ist dies vor allem im ersten Quartal 2017. Es wurde viel über Minijob-Anstellungen berichtet - vor allem darüber, wie wenig sinnvoll der von Abgaben befreite Minijob ist, da er angeblich sozialversicherungspflichtige Jobs verhindern würde. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Das IAB berichtet, dass verstärkt Minijobs von Frauen, Älteren, Ostdeutschen sowie von Beschäftigten in mittelgroßen Betrieben in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt wurden. Also definitiv ein Jobmotor.
    Aber stimmt denn diese Studie nun? Das Forschungsinstitut (IAB) der Bundesagentur für Arbeit bezieht sich jedenfalls nicht auf Meinungsumfragen, sondern Zahlen als Fakten - also schwarz auf weiß. „Etwas weniger als die Hälfte der Umwandlungen bedeuten zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“, so die IAB-Forscher Philipp vom Berge und Enzo Weber.

    "Minijobs sind gerade für diejenigen interessant, die nicht mehr als ca. 50h im Monat arbeiten können oder wollen." Eggenhofer spricht die Zielgruppe Studenten und Nebenjobber an, sowie Zweitverdiener, die bereits einen Hauptjob haben. Der große Vorteil bleibt, dass der Minijobber keine Abgaben zahlt - er hat also brutto für netto. "Ein Minijob ist als Zuverdienst ausgelegt, deshalb spricht man ja auch von einem Nebenjob. Wir können nur bestätigen, dass die Nachfrage an Minijobs groß ist. Ein Minijob wird bewusst als Nebenjob gewählt und nicht als Hauptberuf". Wenn der Nebenjob mal zum Hauptberuf wird, dann nur, weil dem Nebenjobber die Tätigkeit so gut gefällt, dass er sich das auch hauptberuflich vorstellen kann. Für die meisten Minijobber kommt das jedoch nicht in Frage. Sie haben ja schon einen Hauptjob, studieren gerade noch oder brauchen diesen nur als Überbrückung.

    Quellen: IAB, Gjobs


  • 18.04.2017Minijobs: die VBW widerspricht den Minijob-Studien

  • Die Diskreditierung von Minijobs sei falsch, so die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. "Die Behauptungen, dass Minijobs immer weiter zunehmen, ist unzutreffend." Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist mit ca. 5 Millionen Minijobbern seit 2006 konstant. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen sind jedoch in diesem Zeitraum um fünf Millionen angestiegen.
    Das beweist: "Eine Verdrängung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung durch Minijobs findet nicht statt", sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Die vbw widerspricht auch der Darstellung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, wonach rund die Hälfte der ausschließlich geringfügig Beschäftigten unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns bezahlt wird. Dass die bestehenden Regelungen eingehalten werden bestätigen auch die systematischen Betriebskontrollen der Rentenversicherung, denen ausnahmslos alle Arbeitgeber regelmäßig unterliegen. Bei über 80.000 Überprüfungen ergaben sich nach Angaben der Rentenversicherung lediglich 139 Beanstandungen wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz.

    Außerdem: "Minijobs entsprechen in den meisten Fällen den persönlichen Wünschen. Häufig handelt es sich um Personen, die keine umfangreiche Erwerbstätigkeit anstreben, aber dennoch etwas hinzuverdienen möchten." Damit sind vor allem Schüler, Studenten und Rentner gemeint, sowie nicht voll berufstätige Ehepartner. "Über 80 Prozent der Minijobber sind mit ihrer Arbeitszeit zufrieden". Eine Aufstockung der Stunden-Arbeitszeit ist also nicht erwünscht! "Das sollte man respektieren." so Brossardt.

    Quellen:vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.


  • 24.03.2017Minijob-Studie des Leibniz-Instituts

  • Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Millionen Minijobber in Deutschland trotz klaren Rechtsanspruchs auf gesetzliche Leistungen verzichten müssen. Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall oder Lohn an Feiertagen - viele Minijobber wissen davon nichts.
    Nur 29 Prozent der geringfügig Beschäftigten erhalten Lohn bei Krankheit. Auch der Urlaub ist oft nicht vergütet. Dabei ist der Minijob für viele die einzige Erwerbsquelle. Das geht aus einer Minijob-Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen hervor.

    7 Millionen Minijobber haben das Recht auf bezahlten Urlaub. 2016 bekamen das nur rund 44 Prozent. 40 Prozent bekommen kein Entgelt an Feiertagen.
    Aber es ist besser geworden: 2012 bekamen nur zehn Prozent Lohn im Krankheitsfall und nur 19 Prozent erhielten ihren Urlaub vergütet.
    "Es zeigt sich, dass vieles besser geworden ist", so Vennebusch von der Knappschaft Bahn See (Minijobzentrale), "in jedem Arbeitsverhältnis muss das Arbeitsrecht eingehalten werden, Minijobs sind hier keine Besonderheit." Dass viele Untersuchungen auch ein Mittel sind, um in den Medien Stimmung zu machen, zeigt sich an der Studie der Hans-Böckler-Stiftung, auf die sich der DGB gerne bezieht:
    Vor zwei Monaten hat die Studie des WSI der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung noch behauptet, dass beinahe jeder zweite Minijobber (also fast 50%!) weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde verdient. Die aktuelle Studie des Leibnitz Instituts gibt an, dass nur 14,5 Prozent den Mindestlohn unterschreiten.
    Laut der Böckler Stiftung erhielten demnach nicht einmal 20% der Arbeitnehmer 5,50 Euro.

    Politische Motive und Wahlkampf 2017

    Es verwehrt sich nicht der Eindruck, dass der mediale Zündstoff eher politischen Interessen geschuldet ist. Schulz und Merkel bewegen sich zwar noch nicht gänzlich im Wahlkampfmodus, aber die Vorbereitungen laufen. Die Agenda 2010 von Schröder (Altkanzler SPD) soll nach aktuellem Stand der neuen SPD Ordnung abgeschafft werden.
    Sozial- und Arbeitsthemen sind natürlich ideal, um Stimmung zu machen. Während der Arbeitsminister Nordrhein-Westfalens von Minijobbern als Arbeitnehmer zweiter Klasse spricht, der DGB den Minijob abschaffen will und gerne die Arbeitnehmer schon ab dem ersten Euro zur Kasse bitten würde, bleibt für viele Minijobber am Ende nicht mehr als heiße Luft übrig:
    "Mein Ziel ist nicht, Minijobs abzuschaffen", so der Arbeitsminister. Für viele seien sie auch "eine gewünschte kleine Beschäftigungsform". Immerhin 65 Prozent schätzten den Minijob als Möglichkeit zum Hinzuverdienst.
    Also: Minijobs abschaffen "nein", aber einen Reformvorschlag hört man auch nicht - jedenfalls keinen, der für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen sinnvoll wäre. Es bleibt also Wahlkampfthema.

    Anmerkung der Redaktion:
    Die Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung beruht auf Daten aus Nordrhein-Westfalen, ist aber nach Angaben der Studienautoren repräsentativ für ganz Deutschland.

    Quellen: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. - Nachfolgestudie zur Analyse der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Minijobs) sowie den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns, Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; ZEIT Verlagsgruppe;


  • 23.03.2017Muss der Verdienst aus dem 450-Euro-Minijob bei der Einkommensteuer angegeben werden?

  • Wenn die Lohnsteuer eines Minijobs vom Arbeitgeber direkt an die Minijobzentrale abgeführt wird, muss dieser nicht bei der Einkommenssteuer angegeben werden (wenn das Arbeitsentgelt aller Minjobs zusammengerechnet 450€ nicht überschreitet)

    Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale


  • 22.03.2017Steuertipp: ZWEITJOB – doppelte Arbeit, doppelte Steuern?

  • Ob man als Küchenhilfe oder Aushilfskoch in einer Großküche jobbt oder in einem Restaurant oder Bar bedient: mehrere Millionen Deutsche haben mehr als eine Arbeit. Das vermeldete das Statistische Bundesamt. Demnach hatten rund fünf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland neben ihrer Haupttätigkeit mindestens einen weiteren Nebenjob.

    Wie ist es aber mit dem Arbeitsrecht und der Steuer? Wie wird der Minijob gesetzlich gesehen? Da nicht nur Donald Trump seine Steuererklärung abgeben muss, frag man sich auch als Nebenjobber, ob mehr Arbeit auch gleichzeitig mehr Steuern bedeutet. Und was ist mit dem Urlaubsanspruch und was passiert wenn man krank wird? Mit diesen Fragen hat sich auch RTLnext beschäftigt, mit der Wahrheit über Minijobs.


  • 10.03.2017Studenten als Minijobber

  • Bei Studenten gibt es keine besondere Regelung. Diese sind in der Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung versicherungsfrei. In der Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht, von dieser kann sich der Student als Minijobber allerdings jederzeit befreien lassen.


  • 07.03.2017Der lukrativste Studentenjob von allen

  • Werkstudenten machen manchmal schon sehr früh Karriere, denn manche Studierende arbeiten noch vor dem Abschluss bereits in den unterschiedlichsten Unternehmen. Sehr lukrativ als Studentenjob ist der Werkstudent als Unternehmensberater. Sie schreiben Strategiekonzepte, Algorithmen und Marktanalysen – und studieren nebenbei. Während andere Kommilitonen in der Gastro arbeiten oder im Event-Segment jobben, beginnt für studentische Unternehmensberater manchmal schon im zweiten Semester der Arbeitsalltag. Viel freie Zeit bleibt da allerdings nicht übrig.

    Für die Studenten lohnt sich der Aufwand dennoch. Ziel ist neben einem ansprechenden Verdienst als Werkstudent, dass während des Studiums praktische Arbeitserfahrung gesammelt werden kann und bereits in diesem frühen Stadium Kontakte in die Wirtschaft geknüpft werden können. Studentenjobs und Werkstudentenjobs unterscheiden sich auch in der Verantwortung und im Handlungsspielraum. Viele Studenten haben erst als Werkstudenten das Gefühl und die Möglichkeit, selbst Verantwortung für etwas zu übernehmen.

    Quelle: Generalanzeiger Bonn


  • 06.03.2017NEU: Versicherungspflicht von Studentenjobs 2017

  • Bei Studentenjobs während des Studiums kann unter anderem im Rahmen des Werkstudentenprivilegs Versicherungsfreiheit vorliegen.

    Die Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs gilt ausschließlich für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

    Voraussetzung: Arbeitskraft/Arbeitszeit des Studenten für Studium muss größer sein als für den Studentenjob.

    Studentenjobs generell:

    - in der Rentenversicherung ist lediglich ein Minijob versicherungsfrei.
    - die Höhe des Arbeitsentgelts ist bei kurzfristigen Beschäftigungen ohne Bedeutung
    - es gilt die 20-Wochenstunden-Grenze bei allen Studentenjobs (nicht nur bei Werkstudenten)
    - abends, nachts, am Wochenende und in den Semesterferien dürfen die 20h überschritten werden

    Aber seit 23.11.2016 gilt: Wird eine Beschäftigung unbefristet ausgeübt und 20h auch mit Wochenendarbeit überschritten, besteht ab 1. März 2017 dennoch Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Maßnahme: Beschäftigung vertraglich befristen, dann ist sie frei!

    Fazit für Abgaben bei Studentenjobs:

    1. Der Studentenjob als kurzfristige Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei in allen Versicherungszweigen. Zeitgrenze für eine kurzfristige Beschäftigung = 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstage
    2. Das Werkstudentenprivilegs greift, wenn die 20 Wochenstunden-Grenze durch Beschäftigungen am Wochenende, in den Abend- und Nachtstunden oder in den Semesterferien überschritten wird.
    Dann ist lediglich zusätzlich zu prüfen, ob die Beschäftigung zusammen mit zuvor ausgeübten Beschäftigungen die Grenze von 26 Wochen/182 Kalendertagen (halbes Jahr) innerhalb eines Jahres überschreitet.

    In den Semesterferien (vorlesungsfreien Zeit) kann die 20-Wochenstunden-Grenze überschritten werden, ohne dass sich dies auf die Versicherungsfreiheit auswirkt.

    Quelle: www.youtube.com/user/HaufeTV


  • 04.03.2017Sind mehrere 450-Euro Minijobs möglich?

  • Ja, wenn keine sozialversicherungspflichtige Haupt-Beschäftigung vorliegt, kann der Minijobber bei verschiedenen Arbeitgebern parallel mehrere Minijobs ausüben. Hierbei ist zu beachten, dass die Entgeltgrenze aller Minijobs zusammengerechnet 450€ pro Monat nicht überschritten werden darf.
    Wichtig: Kurzfristige Minijobs (kurzfristige Beschäftigungen) werden in dieser Zusammenrechnung jedoch NICHT einbezogen und spielen keine Rolle!

    Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale


  • 03.03.2017Hauptbeschäftigung und mehrere 450-Euro Minijobs?

  • Nein, es ist nicht möglich neben einer sozialversicherungspflichtigen Haupt-Beschäftigung mehr als einen Minijob auszuüben. Der zweite und jeder weitere Minijob würde automatisch mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und auch an die zuständige Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet werden.

    Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale


  • 27.02.2017Arbeitslose bzw. Arbeitssuchende und der Minijob

  • Arbeitssuchende mit Leistungen aus ALG1 oder ALG2 sind gesondert zu betrachten. Ein kurzfristiger Minijob ist nur dann möglich wenn keine "Berufsmäßigkeit" vorliegt. Diese liegt nicht vor, wenn 450 Euro nicht überschritten werden. Allerdings müssen Teile des Lohns an die Arbeitsagentur abgeführt werden, wenn eine gewisse Verdienstgrenze zusammen mit den Leistungsbezügen erreicht wird. Da dies individuell ist, raten wir unbedingt zur Absprache und Beratung mit Ihrem Betreuer der Arbeitsagentur. Hält man sich nicht an die Grenzen, wird in jedem Fall die Rückzahlung fällig, zusätzlich können Strafen verhängt werden und die Leistung aus ALG1 oder ALG2 sogar komplett wegfallen!

    Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale


  • 24.02.2017Wie ist das Arbeitsentgelt eines kurzfristigen Minijobs zu versteuern?

  • Das Arbeitsentgelt aus einer kurzfristigen Beschäftigung ist immer voll steuerpflichtig. Hierbei gibt es aber zwei Alternativen der Besteuerung:

    1. 25% Besteuerung des Lohns pauschal
    2. alternativ anhand der individuellen Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers

    In beiden Fällen wird die Lohnsteuer an das Betriebsstellenfinanzamt abgeführt.

    Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale


  • 22.02.2017Minijobs müssen abgeschafft werden

  • Der DGB hat vor einiger Zeit eine Kampagne gegen das kleinste Anstellungsverhältnis "Minijob" geführt und befreundete Institute mit Marktforschung beauftragt. Das Presse Echo war entsprechend groß. Einige Medien sind dem Pressetext des DGB gefolgt, andere haben die Zahlen und Fakten nachrecherchiert. Mittlerweile haben sich erfahrene Ökonomen und investigative Journalisten den vermeintlich skandalösen Ergebnissen der Untersuchung gewidmet und stellen fest, dass diese Studien mit einiger Vorsicht interpretiert werden müssen.

    Auch wenn die Argumente gegen das Minijob Beschäftigungsverhältnis nicht stichhaltig genug sind, stellen sich auch Ökonomen die Frage, ob das Minijob Modell nicht überholt ist. Man hört ja auch immer wieder einige Beschwerden von Arbeitgebern, was die umständliche Anmeldephase von Minijobbern betrifft. Aber auch bei den geringfügig Beschäftigten selbst herrscht Unmut über die Tatsache, dass einige Arbeitgeber die gesetzlich verankerte Lohnfortzahlung im Urlaub und bei Krankheit nicht klar genug kommunizieren.

    Der DGB argumentiert jedoch zurecht, dass es in einigen Fällen keiner Minijob Regelung bedarf, so sind ehrenamtliche und karitative Tätigkeiten mit Beitrags- und Steuerfreibeträgen versehen und es gibt einige Sonderregelungen beim Zuverdienst zum Studium, zur Rente oder zur Arbeitslosenmeldung.

    Aber:
    Wir vermissen den Bereich der Privathaushalte, also diejenigen, die eine Pflegekraft, eine Reinigungskraft oder andere Dienstleister privat anstellen möchten. Privater Arbeitgeber profitieren derzeit von der einfachen Anmeldung und den niedrigen Lohnnebenkosten, der Minijobber im Privathaushalt von einem lukrativen Verdienst ohne Sozialabgaben.

    Trotzdem bleibt das Fazit bei vielen Ökonomen gleich:
    Der Minijob ist ein umständliches Beschäftigungsformat, dass in den letzten Jahren viel negativen Kritik erfahren hat und eigentlich durch ein zielgerichteteres Modell ersetzt werden sollte. Leider gibt es derzeit kein vernünftiges Gegenkonzept (auch nicht vom DGB), dass die aktuelle Minijob-Regelung ersetzen kann.

    Quelle: www.makronom.de/warum-die-minijobs-abgeschafft-werden-sollten-19173


  • 16.02.2017Rentner, Ruhestandsbeamte und der Minijob

  • Natürlich können auch Rentner oder Ruhestandsbeamte einen Minijob ausüben. Allerdings gilt zu beachten, dass je nach Leistungsart die bezogen wird, Zuverdienstgrenzen existieren. Wenn diese überschritten werden, kann es zu einer Kürzung oder sogar Wegfall der Leistung kommen. Bitte nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Leistungsträger auf und lassen sie sich beraten.


  • 15.02.2017Studentenjobs - attraktive Arbeitgeber

  • Studentenjob als Werkstudent oder typischer Studentenjob in der Gastronomie oder bei Events?

    Als Werkstudent sucht sich der Student natürlich am liebsten einen attraktiven Arbeitgeber während des Studiums direkt vor Ort. Vorteil als Werkstudent: Das Werkstudenten-Privileg.
    Der Verdienst ist über 450€ Minijob angesiedelt und zu bezahlen ist nur der hälftige Anteil der Rentenversicherung. Für Arbeitgeber und Student die interessanteste Form des Studentenjobs.

    In Deutschland rangieren 2 Städte im internationalen Vergleich. "topuniversities" veröffentlicht jährlich ein Ranking mit den besten Städten für Studenten weltweit. Die Bewertung richtet sich nach deren Attraktivität (für ausländische Studenten), der Lebenshaltungskosten, Studiengebühren, der Dichte an ausgezeichneten Hochschulen und der Zahl nationaler und internationaler Top-Arbeitgeber vor Ort.

    Studentenjobs in München und Berlin
    International unter den TopTen sind München und Berlin. Die bayerische Landeshauptstadt punktet durch Lebensqualität, kulturelles Angebot, Nachtleben und ist die zweit-günstigste Stadt innerhalb der internationalen TopTen! Die TU und die LMU sind unter den 100 besten Universitäten weltweit und sind somit Garant für einen akademischer Standort.
    Berlin ist laut "topuniversities" einer der "coolsten Metropolen der Welt" und kann es bei Design, Mode, Musik und Kunst mit New York und London aufnehmen. Außerdem: internationale Studenten müssen in Berlin keine Studiengebühren zahlen und die Lebenshaltungskosten sind gering. Kleines Manko: Die Unis sind nicht so gute bewertet wie Paris oder zum Beispiel London.
    Montreal in Kanada gewinnt das internationale Ranking vor Paris und London.


  • 14.02.2017Fristlose Kündigung wegen Nebenjob unwirksam

  • Läuft ein (hauptberufliches) Arbeitsverhältnis ab, darf man sich kurz vor Ende bereits in einem Jobportal als Freiberufler listen lassen.

    So geschehen bei einem Mitarbeiter einer Steuerkanzlei, dem fristlos gekündigt wurde, weil in seinem Profil bei einer Jobbörse "freiberuflich tätig" stand.

    Das Arbeitsgericht hat aber entschieden, dass der Verdacht einer "Konkurrenztätigkeit" nicht vorliegt, da auch die Kanzlei als Arbeitgeber immer noch angegeben war.

    Nur wer als Freiberufler aktiv nach außen Werbung treibt, wäre anders zu bewerten. Ebenso bei der aktiven Suche nach Mandanten. Die vorbereitende Tätigkeit für die spätere freiberufliche Tätigkeit alleine ist jedoch keine Konkurrenz - Kündigung unwirksam!


  • 10.02.2017Den passenden Nebenjob finden - auch wenn man nicht verkaufen kann!

  • Jetzt weiß man als Nebenjobber ja, dass jeder Nebenjob mindestens 8,84€ (Mindestlohn) pro Stunde einbringt. Das wäre geklärt. Aber als was soll man denn nun arbeiten - und wo?

    Der Minijob ist grundsätzlich die interessanteste Beschäftigungsform im Bereich "Nebenjobs" für Schüler oder Menschen mit bereits einer "hauptberuflichen" Tätigkeit. Warum? Der Miniijobber hat keine Sozialabgaben zu zahlen und genießt volle Rechte wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaubsanspruch etc.
    Besser geht es da nur noch dem Werkstudenten, der seinen Studentenjob fachbezogen ausübt und nur hälftigen Anteil in die Rentenkasse zahlt, dafür aber mehr als 450€ verdienen darf.

    Aber welcher Job passt zu mir? Welche Nebenjobs gibt es? Und was, wenn man kein Verkaufstalent ist?

    Fakt ist, dass Minijobs für Arbeitnehmer (Minijobber) interessanter sind als für den Arbeitgeber. Trotzdem interessant für Arbeitgeber, die nur eine feste Aushilfe für etwa 40h-50h pro Monat suchen. Auf Rechnung sollte man eher nicht arbeiten, außer man will gewerbetreibend sein, liebt die Steuerberechnung und hat mindestens 3 unterschiedliche Auftraggeber pro Jahr.

    Wenn man nicht verkaufen kann, ist das nicht so schlimm, denn es gibt viele unterschiedliche Nebenjobs. Kreativität bei der Jobsuche ist gefragt! Nebenjobs gibt es viele und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, richtig "suchen" und "stöbern" muss man natürlich schon. Zimmermädchen, Katalogmodel, Packer, Hilfskraft im Labor, auf einer Messe jobben, Gastronomie, Bars, Discos oder im Schuhladen oder im Kaufhaus- einfach ein paar Tage lang suchen und schon findet sich der passende Job. Und hoffentlich in Festanstellung!


  • 09.02.2017Minijobber in Privathaushalten

  • Etwa 5% der Minijobber arbeiten in private Haushalten - knapp 300.000. Privathaushalt und Minijobber: beide haben Vorteile von dieser Regelung.

    So ist die Anstellung für den Haushalt wirklich günstig (er führt nur knapp 15% des Nettolohns des Arbeitnehmers ab und kann das auch noch von der Steuer absetzen) und der Arbeitnehmer muss gar nichts abführen.

    Gleichzeitig hat der Minijobber volle Rechte - wie Urlaubsgeld oder Entgeltzahlung auch im Krankheitsfall und natürlich den Mindestlohn.

    Fazit: gerade für private Haushalte ist diese Minijob Regelung erschwinglich und beugt massiv der Schwarzarbeit vor, die Minijobber sind voll versichert und haben keine Kosten bei Sozialversicherungen oder Steuern . "win win" sagt man da heute dazu. Aber es gibt auch andere Stimmen...

    In den letzten Wochen hat der DGB sehr viel Energie in Pressearbeit gesteckt und massiv gegen die Regelung bei Minijobs Stimmung gemacht. Man hat ja soeben ein eigenes "Reformkonzept" geschrieben und möchte das so populär wie möglich vermarkten - das Konzept ohne analytische Konzeption.

    Die vielen Pressemitteilungen des DGB haben aber auch den Menschen nicht geholfen. Statt objektiver Aufklärung werden nur subjektive Meinungen von DGB Mitgliedern vorgestellt (die eine Seite der Medaille). Sogar die Studie eines befreundeten Instituts wird (objektiv in der Presse betrachtet) sehr kontrovers gesehen - ist doch die Stiftung durch die freundschaftliche Beziehung vielleicht sogar subjektiv befangen?

    Hätte der DGB seine Energie in die Aufklärung der Rechte von Arbeitnehmer gesteckt (das ist ja die eigentliche Existenzberechtigung einer Gewerkschaft), wüssten die Minijobber schon heute ein bisschen mehr über Ihren Status, Ihre Rechte und Ihre Möglichkeiten in einer geringfügigen Beschäftigung.
    Leider kennen sich aber zu wenige mit der tatsächlichen Gesetzgebung aus, die Rechte eines Arbeitnehmers bei Krankheit oder im Urlaub. Zu wenige kennen die feinen Unterschiede bei Steuerklassen und Sozialkassen, die einen Minijob erst interessant machen.

    Dass Stimmungsmache aber ohne fachliche Expertise funktioniert ist ein Phänomen, dass nach dem US Wahlkampf, einer AFD in Deutschland und einem Front National im Frankreich wohl keinen mehr wundert. Leider ist das jedoch kein Nullsummenspiel.




  • 06.02.2017Die Lohnsteuer 2017 bei kurzfristiger Beschäftigung

  • Nach allgemeinen Vorschriften ist der Lohn an kurzfristig beschäftigte Arbeitnehmer (sogenannte Aushilfskräfte und Gelegenheitsarbeiter) Lohnsteuer pflichtig!

    Zwar wird auch bei einem Minijob "pauschal" versteuert, bei einer kurzfristigen Beschäftigung richtet sich die Lohnsteuer jedoch nach der Lohnsteuerklasse.

    Lohnsteuerklasse oder Pauschalbesteuerung mit 25 %?

    Die kurzfristige Beschäftigung kann pauschal mit 25 % besteuert werden + Solidaritätszuschlag (5,5 %) und gegebenenfalls Kirchensteuer.

    Voraussetzung: die Dauer der Beschäftigung darf 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht überschreiten!

    Das Entgelt darf durchschnittlich je Arbeitstag 72 Euro (2017) nicht übersteigen und nicht mehr als durchschnittlich 12 Euro pro Stunde sein.

    Eine pauschaler Lohnsteuerabzug ist außerdem nur möglich, wenn von Anfang an kein wiederholter Einsatz geplant ist.


  • 05.02.2017Nebenjob Zeitungszusteller: Knochenbrüche, Wildschweine und brennende Mülltonnen

  • Es gibt die unterschiedlichsten Nebenjobs - und manche sind gar nicht so ungefährlich.

    Wenn die Gehwege vereist sind und die Zeitungszusteller morgens Zeitungen austragen, kann es schon manchmal weh tun.Schürfwunden und auch mal ein Knochenbruch ist da neben einer Erkältung oder Grippe keine Seltenheit.

    Als Minijobber ist man in seinem Nebenjob aber über den Arbeitgeber versichert - also gibt es auch im Krankheitsfall einen Lohn und die Unfallversicherung greift.

    Kein Fall für eine Versicherung sind aber nächtliche unheimliche Überraschungen, so begegnet man als Zusteller früh morgens schon mal einer kleinen Horde Wildschweine auf einem Weinberg oder sieht in der Stadt die ein oder andere Mülltonne brennen. Alles keine Seltenheit.

    Einigen Minijobbern gefällt auch der Nebenjob draußen an der frischen Luft so gut, dass sie den Nebenjob nun hauptberuflich ausführen. "Ich habe keinen Chef, der mir nachts hinterherläuft" sagt ein Zeitungszusteller aus Kostheim scherzhaft. Aber ohne Kondition geht nichts, am hat er für seine Strecke "fast zweieinhalb Stunden gebraucht." Und jetzt? "Mittlerweile laufe ich diese Strecke in 45 Minuten.".

    Quelle: Rhein Main Presse


  • 03.02.2017Immer mehr Zweitjobs

  • Wie das Hamburger Abendblatt auf Berufung einer DGB Auswertung mitteilt, ist jeder siebte in Hamburg Beschäftigte ein Minijobber. In der Hamburger Gastronomie ist angeblich sogar jeder zweite Job ein Minijob. Die DGB Vorsitzende Katja Karger ist das Minijob-Modell ein Dorn im Auge. Es würden wichtige Arbeitnehmerrechte vorenthalten werden, so die Gewerkschaftschefin, und der Minijob führe in eine Sackgasse.

    So ganz stimmt das jedoch aus objektiver Sicht nicht.
    DER DGB unterschiedet nämlich nicht zwischen Studenten und Zweitjobber, die nicht mehr als 450€ nebenbei verdienen möchten und denjenigen, die wegen Ihres Minijobs nicht mehr verdienen können (aber angeblich wollen).

    Nun, die Gleitzonenregelung entspricht aber genau dem, was der DGB angeblich vermisst. Der Minijobber, der mehr als 450€ verdienen will, kann in der Gleitzone (Midijob) mehr arbeiten. Natürlich verdient er netto weniger pro Arbeitsstunde, da die Sozialabgaben anfallen. Gleichzeitig wird auch der Arbeitgeber stärker entlastet, da ja der Arbeitnehmer mitzahlt. Der DGB wünscht sich laut deren Konzept Arbeitnehmerabgaben vom ersten Euro an...

    Für Studenten und Nebenjobber ist ein Minijob aber gerade darum so interessant - und nebenbei bemerkt: diese Zielgruppe will nicht und kann nicht länger arbeiten, da ja ein Studium oder ein Hauptjob existiert - weil gerade keine Sozialabgaben pro Stunde Arbeitszeit anfallen.

    Die etwas sehr pauschale Aufrechnung des DGB ist also im derzeitigen Wortlaut viel zu allgemein (und auch nicht richtig) und das vorgeschlagene "Reformkonzept" verringert für Arbeitnehmer sogar die Attraktivität dieser kleinen Beschäftigungsverhältnisse.
    In einem hat der DGB jedoch Recht - es muss besser aufgeklärt werden, was die Arbeitnehmerrechte von Minijobbern betrifft (z.B. Entgeltfortzahlung im Urlaub oder bei Krankheit). Aber der DGB sollte dann auch so fair aufklären, dass Ihre aktuellen Presseberichte keinen objektiver Blick auf die Zielgruppe der Minijobber darstellt, sondern sich mehrheitlich nur auf diejenigen bezieht, die bis auf den Minijob und die Stütze durch Harz4 kein Einkommen haben.


  • 01.02.2017Minijob und FSJ - geht das?

  • Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) gibt es schon seit 1954, den Minijob (in früherer Form) seit 1.06.1977 und die heutige geringfügige Beschäftigung auf 450 EUR Basis seit 01.01.2013.

    Kann neben einer "Hauptbeschäftigung" im FSJ einen Minijob ausgeübt werden?

    Ja! Ein Minijob kann ohne Abzüge bis zu einem zusätzlichen Verdienst von 450,00 Euro ausgeübt werden. Der Minijob muss jedoch vom Einsatzstelle des FSJ genehmigt werden! Gearbeitet werden darf nur außerhalb der Arbeitszeiten des FSJ - denn die Tätigkeit darf das FSJ nicht beeinträchtigen. Wichtig ist auch, dass der Arbeitgeber des Minijobs nicht die Einsatzstelle des freiwilligen sozialen Jahr ist - das wäre sonst der gleiche Arbeitgeber und das wäre unzulässig!

    Eine Besonderheit gibt es zusätzlich:
    Die wöchentliche Arbeitszeit darf insgesamt nicht mehr als 48 Stunden betragen - das bedeutet, dass der Minijobber in der Regel nur 8 Stunden pro Woche arbeiten darf. Unter 18 Jahren gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz!


  • 31.01.2017Minijobs: Schulz will "Gerechtigkeitslücken" schließen

  • Noch acht Monate bis zur Bundestagswahl: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stimmt sich schon mal mit dem Thema Arbeit auf den Kampf ein. So sei es ein „Skandal“, dass viele Menschen im Minijob-Sektor „hemmungslos ausgebeutet“ würden.

    Details hierzu gab es aber nicht. Vielleicht ist es einfach nur so, dass die „Kampfbegriffe“ wie die Erbschafts- oder die Vermögensteuer nicht ausreichen, um richtig kämpfen zu können.

    Was dazu die 7,5 Millionen Minijobber sagen würden, wenn Schulz die Einkommensbesteuerung (derzeit nur bei 2%) auf Lohnsteuerklassen-Niveau erhöhen würde und die Versicherungsbeiträge ab dem ersten verdienten Euro von derzeit "0%" (Sozialversicherungsfrei) auf ca. 20% (hälftiger Anteil Arbeitgeber + Arbeitnehmer) erhöhen würde?

    Es klingt jedenfalls gut - Kampf gegen Ausbeutung! Weniger Thema sind Arbeitskämpfe die sich die Gewerkschaften mit Arbeitgebern liefern, da sich deren Arbeitnehmer in Vollzeit schlecht behandelt fühlen. Das ist natürlich heikler und nicht so beliebt bei den Arbeitgebern. Dann lieber die Minijob anprangern?

    Bei der Einführung der Minijobs wurde nicht erwartet, dass damit alle Probleme des Arbeitsmarktes gelöst werden, aber der Ansatz - so beweisen 7,5 Millionen Minijobber - war schon mal nicht so schlecht. Die Gerechtigkeitslücke schließen? Gerne, aber welche? Die Minijobber sind nicht alleine, sonst gäbe es wohl keine Gewerkschaften und keine Streiks.

    "Fake News":
    Nicht alles was man im Internet liest ist absichtlich ein Fake. Vieles ist einfach nur falsch oder wird falsch wiedergegeben, aus Gründen der Unkenntnis oder der Gier nach Aufmerksamkeit. Sinnvoll für jedes Volk wäre es doch, wenn die Politik konstruktiv bleibt, nicht polemisiert, nicht populistisch ist, sondern echte und vor allem ehrliche Lösungen anbietet.

    Wie wäre es zum Beispiel - im Hinblick auf die aktuelle Lage der Weltwirtschaft und deren Prognose - auf Marktregulierung in der freien Marktwirtschaft zu setzen? Wie wäre es, die Umsatzsteuer zu senken? Es wäre vielleicht ein wesentlich einfacheres Mittel um Effekte auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen, als Minijobs als Skandal zu betrachten und sich in die deutsche Arbeits- und Steuerliteratur einzuarbeiten um weitere Ausnahmen zu schaffen. (Anmerkung der Redaktion: 85% der weltweiten Steuerliteratur ist deutsch)


  • 30.01.2017Trumps Nebenjob - der Präsident als Produzent einer Reality-Show

  • Während in Deutschland noch über die Nebenjobs von Politikern diskutiert wird, macht Donald Trump seine ersten Nebenjobs klar.
    Die Show heißt "The New Celebrity Apprentice" und wird von Arnold Schwarzenegger moderiert.

    Deutsche Politiker haben da schon etwas konservativere Nebenjobs, im Aufsichtsrat oder im Vorstand großer Unternehmen etwa. Natürlich ist Lobbyismus weit verbreitet und wird auch kontrovers gesehen. Aber ein Nebenjob in den Medien ist schon noch mal was anderes, das kennen wir eigentlich nur aus Italien.
    Da darf ein Fernsehsender schon auch mal dem Ministerpräsidenten gehören. Privat versteht sich.


  • 29.01.2017Minijobber haben Anrecht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlten Urlaub

  • Das gewerkschaftsnahe Wirtschaftsinstituts "Hans-Böckler-Stiftung" sieht eine große Gefahr, dass Minijobber um deren Entgelt gebracht werden - und zwar bei Krankheit und im Urlaub. Dieses Problem besteht in der Tat, denn auch das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit hat ermittelt, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Minijob gar nicht wirklich kennen.
    Viele Politiker behaupten daher auch, dass der Bericht der "Hans-Böckler-Stiftung" ein inszenierter Minijob-Skandal der selbsternannten "Studie" ist.

    Fakt ist:

    Die Rechte sind gleich den Teilzeitangestellten. Auch der Minijob ist ein Angestelltenverhältnis mit Schutzrechten wie Arbeitsrecht, Kündigungsrecht und eben auch Rechte in der Lohnfortzahlung. Dass dies viele Arbeitnehmer nicht wissen, ist der mangelhaften Aufklärungsarbeit geschuldet. Natürlich muss man sich als Arbeitnehmer aber auch selbst informieren.

    Einfach ist es nicht immer, denn heute informiert man sich ja im Internet - und da stehen leider auch viele Halbwahrheiten und viel Fehlinformation. Viele lesen in Foren die Meinungen anderer unwissenden - das verunsichert natürlich.

    Der beste Weg ist immer, sich bei Fragen an die zuständige Behörde zu wenden: Minijobzentrale Telefon 0355 2902-70799. Noch Fragen?


  • 28.01.2017Schwarzarbeit und Willkür - der DGB macht Stimmung gegen Minijobs und Minijobber

  • Minijobber arbeiten nur 4 Stunden pro Woche, müssten aber 24/7 abrufbereit sein, haben keine Rechte, unterliegen der Willkür und würde sowieso nebenher schwarz arbeiten - so sieht der DGB mittlerweile den den kleinste Job auf dem Arbeitsmarkt.
    Schon 2013 will der DGB Minijobs reformieren. Dann zurück zur Realität, denn vor genau einem Jahr (2016) hat den Minijob noch als "ganz normale Teilzeitbeschäftigung" mit allen Arbeitnehmerrechten bezeichnet und die Besonderheit der Sozialversicherungs-Befreiung der Arbeitnehmer herausgestellt.

    Auch der gesetzliche Mindestlohn war im Oktober 2016 noch ein Thema, denn der DGB rechnet vor, dass höchstens (!) 50,90 Stunden pro für einen 450 Euro Minijob gearbeitet werden müsste - jeder Minijobber bekommt bei dieser Mindestlohn-Rechnung also mehr raus als einer Angestellter in Teilzeit oder Vollzeit.

    Seit dem 20.01.2017 ist es aber wieder populärer, gegen den Minijob laut zu sein - irgendwie schizophren? Sehen wir uns den Pressebericht "Geringfügige Beschäftigung. Schwarzarbeit und Willkür: Wie Minijobber ausgenutzt werden. DGB stellt Reformkonzept vor." im Detail an und fragen uns:

    Was ist also im letzten Jahr passiert, dass den DGB zu solchen Aussagen treibt?
    Mit diesen populistischen Äußerungen läutet der Deutsche Gewerkschaftsbund sein "Reformkonzept" ein, denn man müsse "aus der Sackgasse Minijob heraus", sagt DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
    Welche Sackgasse frag man sich, wenn man sich den Busfahrer-Streik der Gewerkschaft Verdi im Januar 2017 ansieht - Vollzeit arbeiten und volle Steuern und Sozialabgaben zahlen, da haben es die Minijobber noch gut.

    Das sieht dei Gewerkschaft aber anders, denn "Ob und wie viel man arbeiten darf, hängt von Willkür der Dienstplanschreiber ab", so Funda Uygur (Gewerkschaftssekretärin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten).
    Dass jeder Minijob mit der genauen (!) Arbeitszeit (ist ja im Arbeitsvertrag geregelt) durch die Knappschaft Bahn-See (Minijobzentrale) klar registriert wird, ist bei dieser Stimmungsmache jedoch nebensache. Vielmehr fallen Firmennamen wie McDonalds, Burger King, Vapiano oder Starbucks" die "ausschließlich Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte" einstellen, "um sich (...) Flexibilität zu sichern". Wie in jeder saisonabhängigen Wirtschaftsbranche, zum Beispiel der Gastronomie und dem Tourismus?
    In Südhessen beklagen sich die Vollzeitangestellten über zu wenig Lohn und ständigen Wechselschichten, früh, spät und nachts, auch samstags und sonntags (ständige Bereitschaft in Vollzeit) - ein echtes Vollzeit Problem, an dem die Gewerkschaft Verdi gerade sitzt. Planungssicherheit? Fehlanzeige.

    Der DGB beschäftigt sich aber dennoch lieber mit dem Thema Minijob und was daran so böse ist.

    Flexibel ist böse - haben wir abgehakt. Aber das Thema Überstunden wurde noch nicht angesprochen. Nicht bezahlte Überstunden gäbe es bei Minijobbern aber nicht nur in der Systemgastronomie, sondern auch in der Gebäudereinigung. Ein Großteil Frauen wären hier dabei, die dann sowieso "einen Teil der Stunden schwarz" arbeiten, so Frank Schmidt-Hullmann von der IG BAU. Ein Vorwurf, den man sich eigentlich nicht gerne gefallen lässt.

    DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach ergänzt, dass grundsätzlich "die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden" müssten, hierfür hat Sie auch ein Reformkonzept:

    1) Minijobs unattraktiver machen: Arbeitnehmer sollen ab dem erste Euro Sozialabgaben zahlen (derzeit muss kein Minijobber Sozialversicherungen zahlen - ein echter Vorteil für den Arbeitnehmer)

    2) Minijobs besteuern: der Arbeitnehmer soll mehr Steuern zahlen als bisher

    3) Die Arbeitsrechtliche Ansprüche von Personen mit geringem Einkommen müssen tatsächlich durchgesetzt werden.

    Das ist ja nicht so toll - mehr Abgaben für die Arbeitnehmer bei Versicherung und Steuer? Nach echter Reform oder Konzept klingt das nicht.
    Gut finden wir leider nur den letzten Punkt, auch wenn es keine Reform sondern gesetzlich schon vorgeschrieben ist. Aber wir unterstützen die "DGB-Aufklärungskampagne", dass Minijobber die gleichen Rechte wie Teilzeitjobber haben.
    Wir würden auch gerne lesen, dass der DGB bei den realen Tatsachen bleibt und auch die anderen Vorteile für Minijob-Arbeitnehmer herausstellt.
    Denn für Arbeitgeber ist der Minijob gar nicht so günstig. Er ist zwar flexibel, wenn man Aushilfen braucht, aber mit 30% Belastung (Pauschalen der Arbeitgeberseite) ist eine Gleitzone bei über 450 Euro bis 850 Euro (Midijob) oder darüber interessanter.

    Quelle: FAQ Minijobs ; Mindestlohn: Arbeitszeit-Tabelle für den Minijob für 2016 und 2017; Schwarzarbeit und Willkür Minijobs reformieren; DGB verlangt Reform von Minijobs


  • 26.01.2017Arbeitgeber wissen zu wenig über Minijobs

  • Es gibt 7,4 Millionen Minijobber in Deutschland und trotzdem wissen viele Arbeitgeber nicht genau, was ein Minijob ist.

    Wenn der Arbeitgeber eine Stellenanzeige aufgibt, muss er in den regulären Stellenbörsen die Frage beantworten "Teilzeit, Vollzeit oder Minijob?". Leider ist vielen Arbeitgeber nicht klar, dass es sich bei allen 3 Begriffen um eine Festanstellung handelt.

    Manche Firmen wollen Sozialabgaben sparen und vergeben Ihre Jobs mit dem Zusatz "auf Rechnung" oder "Honorarbasis" oder geben gleich "freiberuflich" an. Dafür braucht man aber ein Gewerbe und somit liegt keine Anstellung vor. Einem freiberuflichen (z.B.) Studenten 450 Euro auf Rechnung zu bezahlen und dies als Minijob zu bezeichnen ist schlichtweg falsch. Es bleibt dabei: Minjijob muss eine Anstellung sein. Freiberufliche Tätigkeiten (Honorar, Provision - oder alles andere auf Rechnung) sind eher keine typischen Nebenjobs (Gefahr: Scheinselbständigkeit).

    Die besten allgemeinen Nebenjobs sind Minijobs bis 450 Euro pro Monat (auch kurzfristige Beschäftigungen sind Minijobs!), Gleitzonenjobs bis 850 Euro oder normale Arbeitsverhältnisse in Teilzeit ab 850 Euro.





    Aktuelle Videos zum Thema Nebenjob

  • Muss der Verdienst aus dem 450-Euro-Minijob bei der Einkommensteuer angegeben werden?

  • Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale

  • Darf man ohne Hauptbeschäftigung mehrere 450-Euro Minijobs gleichzeitig ausüben?

  • Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale

  • Darf man neben einer Hauptbeschäftigung mehrere 450-Euro Minijobs ausüben?

  • Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale

  • Dürfen arbeitslose Gemeldete bzw. Arbeitssuchende einen Minijob ausüben?

  • Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale

  • Wie ist das Arbeitsentgelt eines kurzfristigen Minijobs zu versteuern?

  • Quelle: www.youtube.com/user/MinijobZentrale



    Quellen der Texte und Videos: minijob-zentrale, Knappschaft Bahn See, finanz tip, Deutsche Wirtschaft AG - Januar 2017

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