{"id":5107,"date":"2025-04-29T09:34:05","date_gmt":"2025-04-29T07:34:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gelegenheitsjobs.de\/jobboerse\/?p=5107"},"modified":"2026-05-06T09:16:22","modified_gmt":"2026-05-06T07:16:22","slug":"arbeitszeit-beim-nebenjob","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gelegenheitsjobs.de\/jobboerse\/arbeitszeit-beim-nebenjob\/","title":{"rendered":"Arbeitszeit beim Nebenjob"},"content":{"rendered":"<p>In der heutigen Zeit besitzen zahlreiche Menschen nicht mehr nur einen Job. Viele von ihnen gehen gleich mehreren nach, wobei einer als Haupt-, w\u00e4hrend der andere als Nebenjob bezeichnet wird. Viele Arbeitgeber legen im Rahmen des Arbeitsvertrages bereits fest, ob der Arbeitnehmer einem Nebenjob \u00fcberhaupt nachgehen darf und wenn ja, wie viele Stunden dieser h\u00f6chstens umfasst. Doch wie sehen hierbei die generellen Richtlinien aus und worauf sollten Arbeitnehmer achten?<\/p>\n<h2><strong>Wie viele Stunden darf man als Nebenjob machen?<\/strong><\/h2>\n<p>Wie lange ein Arbeitnehmer arbeiten darf, ist im <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/arbzg\/__3.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noreferrer noopener\">Nebent\u00e4tigkeit- und Arbeitszeitgesetz (ArbZG)<\/a> festgelegt. Hierin sind die folgenden Grundlagen abgefasst:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Maximale t\u00e4gliche Arbeitszeit:<\/b> 8 Stunden<\/li>\n<li><b>Zul\u00e4ssige Arbeitstage:<\/b> Montag bis Samstag (Sechstagewoche ist erlaubt)<\/li>\n<li><b>Maximale w\u00f6chentliche Arbeitszeit:<\/b> 48 Stunden (resultiert aus 8 Stunden\/Tag an 6 Tagen\/Woche)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie viele Stunden ein Nebenjob umfassen darf, h\u00e4ngt somit von der Gesamtarbeitszeit des Hauptjobs ab. Umfasst dieser insgesamt 40 Stunden pro Woche, haben Arbeitgeber die M\u00f6glichkeit, weitere acht Stunden in einem Nebenjob zu arbeiten. Allerdings nur, wenn diese auf einen einzelnen Tag fallen, damit die t\u00e4gliche Arbeitszeit acht Stunden nicht \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Grundlage f\u00fcr die Arbeitszeiten sind deshalb so wichtig, weil sie nicht nur die allgemeine Gesundheit des Arbeitnehmers sch\u00fctzen sollen. Sie gew\u00e4hrleisten ebenso, dass der Hauptjob nicht durch negative Faktoren wie \u00dcberm\u00fcdung oder k\u00f6rperliche \u00dcberanstrengung beeinflusst wird.<\/p>\n<p>Weiter festgelegt im Arbeitszeitgesetz ist, dass der Arbeitnehmer im Rahmen eines Urlaubs keinerlei T\u00e4tigkeiten unternehmen darf, die einer Erwerbst\u00e4tigkeit entsprechen. Details hierzu sind in Paragraf 8 abgefasst.<\/p>\n<p><b>Gut zu wissen:<\/b> Arbeitgeber verzichten in der Regel auf das generelle Verbot einer Nebent\u00e4tigkeit bei ihren Arbeitnehmern. Sie sind jedoch zum Verbot berechtigt, wenn anhand der Nebent\u00e4tigkeit ein m\u00f6gliches Konkurrenzverh\u00e4ltnis entsteht. Dieses unterl\u00e4ge dem Wettbewerbsverbot, womit eine Untersagung durchaus legitim w\u00e4re.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Auf was m\u00fcssen Arbeitnehmer bei der Arbeitszeit achten?<\/strong><\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, verzichten die meisten Arbeitgeber auf ein Verbot oder etwaige Bestimmungen in Bezug auf einen Nebenjob, sofern der Arbeitnehmer trotz diesem die geforderte Leistung erbringt.<\/p>\n<p>Dennoch sollten Arbeitnehmer gewisse Dinge beachten, wenn es darum geht ob sie einen Nebenjob annehmen oder nicht. Bei der eigenen Zeiterfassung kommt es auf die folgenden Angaben an:<\/p>\n<ul>\n<li>Beginn und Ende der Arbeitszeit<\/li>\n<li>Pausenzeiten<\/li>\n<li>Gesamtdauer der t\u00e4glichen Arbeitszeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Aufzeichnung sollte also erfasst werden, wann mit der Arbeit begonnen und wann sie beendet wurde. Zudem wird eine unbezahlte Pause verzeichnet, sowie die Gesamtzahl an Arbeitsstunden, die der Arbeitnehmer an dem besagten Tag gearbeitet hat.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr den Arbeitnehmer ist au\u00dferdem, dass im Rahmen des jeweiligen Arbeitsvertrages eine Klausel enthalten sein kann, dass die Aus\u00fcbung einer Nebent\u00e4tigkeit beim Arbeitgeber anzuzeigen ist.<\/p>\n<p>Umfasst die Nebent\u00e4tigkeit eine l\u00e4ngere Arbeitszeit als vorgegeben, kann diese nur in Ausnahmef\u00e4llen zugelassen werden. So ist es laut Arbeitszeitgesetz erlaubt, die Arbeitszeit auf zehn Stunden zu verl\u00e4ngern. Allerdings nur dann, wenn ein Zeitausgleich gew\u00e4hrleistet ist. \u00dcberschreitet der Arbeitnehmer diese Vorgabe, verst\u00f6\u00dft er nicht nur gegen das Arbeitsschutzgesetz, sondern die Nebent\u00e4tigkeit kann als unzul\u00e4ssig eingestuft werden.<\/p>\n<p>Inwiefern der Arbeitnehmer f\u00fcr einen solchen Versto\u00df belangt wird, h\u00e4ngt vor allem damit zusammen, wie gravierend dieser ist. Verst\u00f6\u00dft er gegen das Wettbewerbsverbot, ist eine fristlose K\u00fcndigung des Arbeitgebers rechtskr\u00e4ftig. Andernfalls erfolgt allenfalls eine Abmahnung des Arbeitnehmers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Wie funktioniert die Arbeitszeiterfassung bei einem Nebenjob?<\/strong><\/h2>\n<p>Seit September 2022 hat der Gesetzgeber eine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung eingef\u00fchrt. Auf diesem Weg soll verhindert werden, dass die gesetzliche Grundlage zur Arbeitszeit f\u00fcr Arbeitnehmer umgangen wird.<\/p>\n<p>Bei der Aufzeichnung der Arbeitszeiten ist es unerheblich, ob es sich um eine Vollzeitt\u00e4tigkeit handelt oder aber um eine Nebent\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Arbeitgeber m\u00fcssen gew\u00e4hrleisten, dass Arbeitnehmer im Rahmen einer Nebent\u00e4tigkeit bereits nach sp\u00e4testens sieben Kalendertagen eine Dokumentation ihrer Arbeitszeit vorlegen. Dabei ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt, dass die Aufzeichnung auf elektronischem Weg erfolgt. Die Erstellung handschriftlicher Stundenzettel ist also nach wie vor legitim.<\/p>\n<p>Die Aufzeichnung kann handschriftlich in einer vorbereiteten Tabelle, per Zeiterfassungssoftware, sowie per Stechuhr erfolgen. Allerdings sollte sie zeitnah erfolgen, manipulationssicher und fortlaufend sein. Wer die Dokumentationspflicht unterl\u00e4sst, dem droht unter Umst\u00e4nden ein hohes Bu\u00dfgeld.<\/p>\n<p>So m\u00fcssen Arbeitgeber, wenn sie ihre Arbeitnehmer nicht dazu anhalten, eine Arbeitszeiterfassung zu betreiben, mit einem Bu\u00dfgeld in H\u00f6he von 30.000 Euro rechnen. Zudem sind sie dazu verpflichtet, die vom Arbeitnehmer erstellten Dokumente mindestens zwei bis vier Jahre aufzubewahren, um eine korrekte Nachvollziehbarkeit im Rahmen einer \u00dcberpr\u00fcfung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Muss die Arbeitszeiterfassung auch bei kurzfristigen Nebenjobs erfasst werden?<\/strong><\/h2>\n<p>Wie bei allem anderen, gibt es auch im Bereich der Arbeitszeiterfassung gewisse Ausnahmen. So hei\u00dft es:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Kurze Besch\u00e4ftigungsdauer:<\/b> Nicht l\u00e4nger als drei Monate oder maximal 70 Arbeitstage pro Jahr, und die T\u00e4tigkeit wird nicht berufsm\u00e4\u00dfig ausge\u00fcbt.<\/li>\n<li><b>Land- und Forstwirtschaft:<\/b> Oft gelockerte Regelungen aufgrund saisonaler Arbeitszeiten; tendenziell pauschale Arbeitszeitvermutung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dennoch ist es f\u00fcr Arbeitnehmer stets von Vorteil, ihre Arbeitszeiten zu dokumentieren. Auf diesem Weg sind sie stets ger\u00fcstet, falls es zu einer unvorhergesehenen \u00dcberpr\u00fcfung kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-size: 12px !important; color: #ccc !important;\">Bildquelle: Gerd Altmann auf Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der heutigen Zeit besitzen zahlreiche Menschen nicht mehr nur einen Job. Viele von ihnen gehen gleich mehreren nach, wobei einer als Haupt-, w\u00e4hrend der andere als Nebenjob bezeichnet wird. 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