{"id":4536,"date":"2022-01-17T13:25:09","date_gmt":"2022-01-17T12:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gelegenheitsjobs.de\/jobboerse\/?p=4536"},"modified":"2023-01-25T10:28:48","modified_gmt":"2023-01-25T09:28:48","slug":"der-job-als-pflegehilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gelegenheitsjobs.de\/jobboerse\/der-job-als-pflegehilfe\/","title":{"rendered":"Der Job als Pflegehilfe &#8211; Voraussetzungen, Ausbildung und Verdienst"},"content":{"rendered":"<p>In der Pflege fehlen Fachkr\u00e4fte. Dies kann f\u00fcr zahlreiche Pflegehilfen, die den Wunsch haben, die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu machen, die Chance sein, sich beruflich zu entwickeln und die Karrierechancen zu verbessern. Welche M\u00f6glichkeiten gibt es?<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h2>Pflegehilfen \u2013 wer darf was?<\/h2>\n<p>Pflegehilfen sind nur ganz selten v\u00f6llig ungelernte Helfer. Denn auch f\u00fcr den Beruf Pflegehilfe, gibt es Ausbildungen. Diese k\u00f6nnen unterschiedlich lang sein und enden nicht alle mit einem anerkannten Abschluss.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Kurze Qualifizierungen<\/strong><br \/>\nKurzseminare die nur einige Wochen dauern, richten sich meist an Arbeitnehmer, die in den Betreuungsbereich einsteigen m\u00f6chten. Die Fortbildung zum Alltagsbegleiter ist inhaltlich mit Themen wie Krankheitsbildern und deren besondere Anforderungen angereichert. Viele Bildungsanbieter erg\u00e4nzen die von der GKV vorgeschriebene Qualifizierung f\u00fcr zus\u00e4tzliche Betreuungskr\u00e4fte mit der Ausbildung zum Pflegeassistenten und vermitteln dort Kenntnisse \u00fcber die Grundpflege, Hygiene, Transfers etc.<\/p>\n<p>Diese erlauben es den Helfern, in der Grundpflege zu unterst\u00fctzen, wobei die Verantwortung f\u00fcr die Pflegeassistenten hier bei weisungsbefugten Mitarbeitern liegt. Vorgesetzte k\u00f6nnen den Verantwortungsbereich f\u00fcr Pflegeassistenten im Rahmen der geltenden rechtlichen Regeln ausweiten, wenn sie die Mitarbeiter f\u00fcr besonders verantwortungsbewusst halten.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Die einj\u00e4hrige Pflegehelferausbildung<\/strong><br \/>\nDie einj\u00e4hrige Pflegehelferausbildung ist die Vorstufe zur Ausbildung zur Pflegefachfrau\/ zum Pflegefachmann. F\u00fcr Absolventen von Hauptschulen ist diese Qualifizierung vorgeschrieben, seit die Reform der Pflegeberufe, die Ausbildung neu strukturiert hat.<\/p>\n<p>Bevor es die Generalisierte Pflegeausbildung gab, haben Auszubildende in der Pflege jedes Ausbildungsjahr mit einer Pr\u00fcfung abschlie\u00dfen m\u00fcssen. Sie galten dann jeweils als Einj\u00e4hrige, Zweij\u00e4hrige und Examinierte Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Mitarbeiter mit diesem Abschluss, werden f\u00fcr die Grundpflege eingesetzt und k\u00f6nnen in Aufgaben eingearbeitet werden, die in die Behandlungspflege \u00fcbergehen (beispielsweise das Anziehen von Thrombosestr\u00fcmpfen u.\u00e4.).<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Die zweij\u00e4hrige Pflegeausbildung<\/strong><br \/>\nNach der alten Ausbildungsverordnung galt die zweij\u00e4hrige Ausbildung als eine Art kleines Examen. Sie war deutlich anspruchsvoller als die einj\u00e4hrige und erweiterte den Aufgabenbereich der Mitarbeiter. Zudem war dieser Abschluss den Absolventen des dritten Jahres sicher, wenn diese die Pr\u00fcfungen nicht bestanden haben.<\/p>\n<p>Im Zuge der Berufsreform endet mit der zweij\u00e4hrigen Pflegeausbildung der allgemeine Ausbildungsteil und das anschlie\u00dfende dritte Ausbildungsjahr w\u00fcrde in die gew\u00e4hlte Fachrichtung gehen, die sich den spezifischen Kenntnissen in der Alten-, Kinderkranken- oder allgemeinen Krankenpflege widmet.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Dreij\u00e4hrige Ausbildung oder Hochschulstudium<\/strong><br \/>\nDie dreij\u00e4hrige Pflegeausbildung gilt schon immer als der Examensabschluss, der den Mitarbeitern zum einen weitere Karrierem\u00f6glichkeiten \u00f6ffnete (Stationsleitung, Spezialisierung) und zum anderen die gr\u00f6\u00dfte berufliche Verantwortung f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte bedeutete. Es ist vorgeschrieben, dass ein bestimmter Schl\u00fcssel an Fachkr\u00e4ften im Dienst sein muss, der mit Helfern aufgestockt werden kann.<\/p>\n<p>Bis 2020 unterschieden sich die Ausbildungen in der Altenpflege und der Krankenpflege inhaltlich sehr. Zwar mussten schon immer alle Absolventen auch Praxiseins\u00e4tze in den anderen Pflegebereichen machen, doch die Schwerpunkte waren auf das Berufsbild gelegt, in dem am Ende gepr\u00fcft wurde. Die praktische Pr\u00fcfung wurde dort abgelegt, wo sp\u00e4ter gearbeitet werden sollte. In der Altenpflege gab es da deutlich weniger M\u00f6glichkeiten wie in der Krankenpflege, wo praktische Pr\u00fcfungen auf internistischen Stationen anders abliefen, wie in der Chirurgie oder Endokrinologie beispielsweise.<\/p>\n<p>Inzwischen befindet sich der erste Durchgang der Generalistischen Pflegeausbildung im zweiten Ausbildungsjahr und muss sich entscheiden, in welche Fachrichtung sie das kommende Ausbildungsjahr f\u00fchren soll.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren gibt es auch Hochschulstudieng\u00e4nge, die ebenfalls ca. drei Jahre dauern. Das Studium ist von der Wertigkeit h\u00f6her angesiedelt als die Ausbildung. In der EU finden sowohl schulische, wie auch Studienabschl\u00fcsse die volle Anerkennung. Zudem haben <a href=\"https:\/\/www.gelegenheitsjobs.de\/jobboerse\/das-studium-finanzieren-waehrend-corona\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studierende gute Chancen als Pflegehelfer<\/a> Praxiserfahrung zu sammeln und etwas hinzuzuverdienen, wenn sie nicht berufsbegleitend studieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Verdienst \u2013 wie hoch sind die Unterschiede?<\/h2>\n<p>Pflegehelfer verdienen weniger wie Pflegefachkr\u00e4fte, die eine dreij\u00e4hrige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Innerhalb verschiedener Pflegeeinrichtungen unterscheiden sich die Geh\u00e4lter nur dann, wenn \u00fcbertariflich bezahlt wird, was viele Einrichtungen inzwischen machen, um Fachkr\u00e4fte zu finden und zu binden.<\/p>\n<p>In der Praxis wird immer wieder kritisiert, dass sich die Geh\u00e4lter zwischen Helfern und Fachkr\u00e4ften in der Pflege nicht so signifikant unterscheiden, wie die Last der Verantwortung, die die Mitarbeiter tragen. Examinierte Kr\u00e4fte tragen nicht nur die Verantwortung f\u00fcr ihre eigenen Arbeiten, sondern sind oft als alleinige Fachkraft auch f\u00fcr alle Helfer verantwortlich. Passieren dann Fehler, ist immer zuerst die examinierte Schichtleitung im Fokus der Ermittlungen auf der Suche nach Schuldigen. Das ist eine Last, die Fachkr\u00e4fte nicht ausreichend honoriert sehen. Tats\u00e4chlich bedauern einige es sogar, dass sie ihr Examen gemacht haben und nicht als zweij\u00e4hrig ausgebildete Helfer arbeiten und somit weniger Verantwortung \u00fcbernehmen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Allerdings sind auch viele Fachkr\u00e4fte der Ansicht, dass die Verantwortung nicht mit Geld aufgewogen werden kann und w\u00fcnschen sich vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Denn zu Fehlern kommt es in der Regel vor allem, weil Zeitnot, Stress und Unterbesetzung die n\u00f6tige Sorgfalt nicht erlauben und die volle Verantwortung nicht auf mehrere Schultern verteilt wird. Zwar schreibt das Qualit\u00e4tsmanagement vor, Meldungen zu machen, wenn die Pflegebedingungen kritisch sind, doch wer mit Herz in der Pflege arbeitet, wird sich bei einem Vorfall nicht dadurch tr\u00f6sten lassen, dass er formal alles richtig gemacht hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Vorteil der Ausbildung zur Pflegefachkraft<\/h2>\n<p>Wenn sich die erfolgreiche Ausbildung finanziell schon nicht so gewichtig niederschl\u00e4gt, wo liegen denn dann die Vorteile der dreij\u00e4hrigen Ausbildung? In erster Linie sind hier wohl die besseren Karrierechancen anzuf\u00fchren. Die Pflege am Bett, wie die aktive Pfleget\u00e4tigkeit oft bezeichnet wird, ist f\u00fcr die meisten Mitarbeiter zeitlich nur begrenzt m\u00f6glich. Selbst wenn psychische Belastungen kompensiert werden, machen vielen Mitarbeitern die Schichten zu schaffen, die zu Symptomen wie Schlafst\u00f6rungen oder Bluthochdruck f\u00fchren k\u00f6nnen. Sp\u00e4testens dann suchen Pflegefachkr\u00e4fte nach Alternativen, die entweder im Tagdienst m\u00f6glich sind oder auch in Aufgabenbereiche f\u00fchren, die nicht mehr zu den eigentlichen Pfleget\u00e4tigkeiten geh\u00f6ren, aber f\u00fcr den reibungslosen Ablauf und die Wirtschaftlichkeit unerl\u00e4sslich sind. <\/p>\n<p>Fortbildungen im Qualit\u00e4tsmanagement, als Kodierfachkraft oder Hygienebeauftragter stellen M\u00f6glichkeiten dar, aus der aktiven Pflege in administrative Berufe zu wechseln. Diese bleiben Pflegehelfern weitgehend verwehrt. Zwar gibt es auch f\u00fcr sie Aufgabenbereiche, die k\u00f6rperlich und psychisch weniger fordernd sind (Sterilisationsassistenten beispielsweise), doch die gr\u00f6\u00dferen Wahlm\u00f6glichkeiten haben Pflegefachkr\u00e4fte mit h\u00f6heren Abschl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr den Krankenpflegebereich entschieden hat, findet als Helfer hier ohnehin nicht so viele Stellen, wie in der Altenpflege. Fachkr\u00e4fte hingegen, k\u00f6nnen vor allem nach der Generalistischen Pflegeausbildung ohne Probleme zwischen den Fachbereichen wechseln.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Fazit:<\/strong> Pflegehelfer haben formal die Zugangsvoraussetzungen zur Generalistischen Pflegeausbildung. Es ist zu empfehlen, diese auch nach einigen Jahren Berufserfahrung als Helfer noch zu machen, damit im sp\u00e4teren Berufsleben leichter zu einer fachbezogenen alternativen T\u00e4tigkeit gewechselt werden kann, wenn es gesundheitliche Probleme gibt oder der Wunsch besteht, geregeltere Arbeitszeiten zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Pflege fehlen Fachkr\u00e4fte. Dies kann f\u00fcr zahlreiche Pflegehilfen, die den Wunsch haben, die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu machen, die Chance sein, sich beruflich zu entwickeln und die Karrierechancen zu verbessern. Welche M\u00f6glichkeiten gibt es? &nbsp; &nbsp; Pflegehilfen \u2013 wer darf was? 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